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Info: Frankfurter Interkulturelle Wochen

Seit 2006 wird jedes Jahr stadtweit unter einem bestimmten Motto zur Mitarbeit an den Interkulturellen Wochen aufgerufen.

Über 30 Jahre ist es her, dass die Evangelische Kirche in Deutschland, die Deutsche Bischofskonferenz, die Griechisch-Orthodoxe Metropolie und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im – Oktober 1975 – zwei Jahre nach dem Anwerbestopp der sogenannten Gastarbeiter – den „Tag der ausländischen Mitbürger" ins Leben riefen. Von Anfang an standen Fragen der gleichberechtigten Teilhabe und die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft im Zentrum. Die Initiatoren betonten schon damals, dass Integration keine Einbahnstraße ist. Lange bevor dies auch von Seiten der Politik anerkannt wurde, sprachen die Kirchen von Deutschland als Einwanderungsland und der multikulturellen Gesellschaft und setzten sich für eine Verbesserung des rechtlichen Status von Zugewanderten und Flüchtlingen ein. Bald beteiligen sich auch Kommunen, Gewerkschaften, Wohlfahrts und Sportverbände sowie Migrantenorganisationen an der Initiative. Aus dem Tag wurde die „Woche der ausländischen Mitbürger" und schließlich die Interkulturelle Woche.

Schon seit Jahren gab es auch in Frankfurt Veranstaltungen zu den Interkulturellen Wochen, getragen von einzelnen Vereinen, kirchlichen Stellen und weiteren Gruppen. 2005 wurde deutlich: es müssen mehr Einrichtungen „ins Boot", die Interkulturellen Wochen sollen auf eine breitere Basis gestellt werden. Das AmkA übernahm die Koordination des neuen Projektes „Frankfurter Interkulturelle Wochen", und zusammen mit einer Steuerungsgruppe wurde die Struktur für das neue Projekt entwickelt. Zum Kern der Steuerungsgruppe, die bis heute zusammenarbeitet, gehören Vertreterinnen und Vertreter des Caritasverbandes, des DGB – Region Frankfurt/Rhein-Main, der Evangelischen Kirche in Frankfurt, der Katholischen Erwachsenenbildung, der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung Frankfurt, des Sportkreises Frankfurt e.V. & Sportjugend Hessen, Programm „Integration durch Sport", der Stadtbücherei, der Volkshochschule und natürlich des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten.

Die damalige Leiterin des AmkA, Helga Nagel, über die Ziele der Interkulturellen Wochen: „Diese Veranstaltungsreihe sorgt mit einer Fülle von vielfältigen Themen für interessante Begegnungen, für kulturellen Austausch und neue persönliche Erfahrungen. Mehr noch sind die ,Wochen' eine ausgezeichnete Gelegenheit, das bestehende Netzwerk aus Initiatoren, beteiligten Einrichtungen und interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu pflegen und systematisch auszubauen. Es ist genau diese Mischung von Information, Unterhaltung und Vernetzung, die die vielen Menschen in den Stadtteilen zum Mitmachen und Mitgestalten anregt. Die ,Interkulturellen Wochen' thematisieren das Zusammenleben der Menschen in der Stadt und geben dem Dialog eine Bühne."

Seit 2006 wird jedes Jahr stadtweit unter einem bestimmten Motto zur Mitarbeit an den Interkulturellen Wochen aufgerufen. Der Erfolg ist überwältigend – 2009 beteiligten sich in einem Zeitraum von drei Wochen wieder mehr als 130 Träger mit fast 150 Veranstaltungen. Dabei ist für das AmkA und die Steuerungsgruppe schon der Planungsprozess ein wichtiger Teil der Interkulturellen Wochen: bei einem gemeinsamen Planungsworkshop können sich Vertreterinnen und Vertreter ganz unterschiedlicher Gruppen/Institutionen kennenlernen und über gemeinsame Veranstaltungsideen nachdenken. Kontakt untereinander, Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Planungen – zum Beispiel die von Vereinen gestaltete Abschlussfeier – spielen eine immer größere Rolle – aus Sicht der Veranstalterinnen und Veranstalter ist auch dies ein großer Erfolg der Frankfurter IKW.

Adresse

Amt für multikulturelle Angelegenheiten

Lange Straße 25-27
60311 Frankfurt am Main

E-Mail: amka@stadt-frankfurt.de
Telefon: 069-21241515
Fax: 069-21237946
Web: http://www.amka.de

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