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Türschild-Kampagne "Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung"

OB Feldmann und Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg präsentieren Türschilder der Kampagne "Offen für Vielfalt" (© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Ben Kilb)
OB Feldmann und Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg präsentieren Türschilder der Kampagne "Offen für Vielfalt" (© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Ben Kilb)

Ihre Türschild-Kampagne startet die nordhessische Initiative "Offen für Vielfallt – Geschlossen gegen Ausgrenzung" aus Kassel jetzt auch in Frankfurt. Das gleichlautende Wendetürschild "Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung" der Demokratieinitiative ist mittlerweile über Nordhessen hinaus in vielen Städten und Gemeinden zu einem Symbol und Erkennungszeichen geworden. Nun bekommt das Türschild einen sichtbaren Platz auch in der Mainmetropole: Die Initiative versendet jetzt zum Start der Kampagne in Frankfurt mit einem gezielten Anschreiben die Türschilder an rund 1000 Kontakte aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Religion sowie Bildung – an öffentliche Einrichtungen, Unternehmen, Geschäfte, Vereine und Verbände und ruft diese zur Beteiligung auf. Auch für Privatpersonen ist das Türschild in Frankfurt ab sofort kostenlos erhältlich.

Mit der Verteilung der Türschilder setzen die Stadt Frankfurt und die Initiative "Offen für Vielfalt" ein klares und sichtbares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Ausgrenzung. Die Kampagne stärkt demokratische Werte und repräsentiert eine friedliche und vielfältige Gesellschaft. Die Türschilder von "Offen für Vielfalt" schmücken bereits Tausende Haustüren, Büroräume und Schaufenster in vielen Teilen Deutschlands. Zuletzt sind die Türschilder der Initiative zusammen mit der Stadt Hanau und breiter Unterstützung der Zivilgesellschaft in Hanau eingeführt worden. Mit seinem ikonischen Design, das an Öffnungszeiten-Schilder von kleinen Lebensmittelläden erinnert, vermittelt das Wendemotiv die klare Botschaft: "Wir sind geschlossen, wenn Sie Personen auf jegliche Art ausgrenzen. Wenn Sie Vielfalt unterstützen und leben, sind Sie bei uns willkommen."

Die Einführung der Türschild-Kampagne in Frankfurt geht zurück auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Diese hatte im vergangenen Jahr einem Etat-Antrag mit eindrucksvoller Mehrheit zugestimmt, Haushaltsmittel für die Einführung der Türschildaktion in Frankfurt zur Verfügung zu stellen.

Jeder kann sich ein Türschild abholen

"Wir müssen einstehen für ein tolerantes Miteinander und uns klar gegen Diskriminierung und Hass positionieren. Diese Haltung muss für alle sichtbar sein – im ganzen Stadtgebiet und darüber hinaus. Dafür stehen wir gemeinsam mit dem Motto 'Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung'", erklärt dazu Oberbürgermeister Peter Feldmann.

"Offen für Vielfalt heißt bedingungslos für Freiheit und Chancengerechtigkeit einstehen und Hindernisse zu beseitigen, die Menschen die faire Chance nehmen, ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Ich freue mich sehr über die Türschild-Aktion, sie stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit unserem Aktionsprogramm gegen Diskriminierung und Ausgrenzung leisten wir als Stadt Frankfurt dazu wichtige Beiträge. Mein Ziel ist eine diverse Stadtgesellschaft, in der Rassismus und Ausgrenzung keinen Platz haben", ergänzt  Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin und Dezernentin für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Bei der Umsetzung der Türschild-Kampagne arbeitet die hessische Initiative eng mit dem Frankfurter Amt für multikulturelle Angelegenheiten zusammen. Einzelpersonen können sich ab sofort kostenlos ein Türschild für ihre Haustür im stadtRAUMfrankfurt in der Mainzer Landstraße 293 abholen. Institutionen oder Organisationen, die in größerem Umfang die Türschilder einführen möchten und dafür höhere Stückzahlen benötigen, können sich direkt per E-Mail kontakt@offenfuervielfalt.de oder telefonisch an die Hotline der Initiative 0561/3012525 wenden. Auf Basis ihrer bisherigen Erfahrungen rechnet die Initiative damit, in den nächsten Wochen in Frankfurt mehr als 5000 Türschilder "Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung" auszugeben.

"Unsere Türschild-Kampagne ist auch als Anstoß für weitere demokratiefördernde Projekte im Rhein-Main Gebiet gedacht", erklärt Michael Sasse von der Initiative "Offen für Vielfalt": "Kooperationen unserer Initiative mit weiteren Partnern und engagierten Personen, die sich für Vielfalt einsetzen, sind sehr erwünscht."

Mehr Informationen zu den weiteren Projekten der Demokratieinitiative aus Hessen sind auf dem Instagram-Kanal "offenfuervielfalt" oder unter https://offenfuervielfalt.de zu finden. Dazu gehören unter anderem die Auszeichnung von Vielfalt-Projekten, Städte- und Schulkooperationen. Dort gibt es auch weitere Informationen, wie bei Interesse die Initiative unterstützt werden kann.

Frankfurt – weltoffen und vielfältig

Mit ihren 764.104 Einwohner im Stadtgebiet und über 2,3 Millionen Menschen in der Metropolregion Rhein-Main, ist Frankfurt die bevölkerungsreichste Stadt Hessen und fünftgrößte Stadt Deutschlands. Einer der größten Flughäfen Europas vernetzt Menschen aus allen Nationen der Welt. Die Stadt kann zurecht als multikulturell und weltoffen beschrieben werden, schließlich haben hier Menschen aus 179 Nationen ihre Heimat.

Das Frankfurter Bankenviertel, die Börse oder das Gebäude der Europäischen Zentralbank am Mainufer prägen das Stadtbild und die Bedeutung Frankfurts als internationaler Finanzplatz. Darüber hinaus überzeugt die Stadt am Main mit ihrer vielfältigen Kulturszene und ist ein bedeutsames Zentrum für Bildung. Über 60.000 Studierende aus aller Welt studieren an der Goethe-Universität und den weiteren sieben Hochschulen im Stadtgebiet.

Über die Initiative "Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung": Im September 2018 wurden Menschen in Chemnitz aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder ihres Einsatzes für Demokratie zu Zielscheiben rechter Gewalt. In Kassel ansässige Unternehmen wollten nicht länger tatenlos zusehen. Denn unsere demokratische Gesellschaft basiert auf Werten wie Respekt, Toleranz und Dialogbereitschaft. Gemeinsam starteten sie die Initiative "Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung". In kurzer Zeit ist die Initiative in Nordhessen auf mehr als 30 Unternehmen und Organisationen angewachsen, darunter auch wissenschaftliche und kirchliche Institutionen sowie Bundesligavereine.

Mit regionalen Projekten wie dem jährlich stattfindenden Wettbewerb "Vielfalt-Verstärker",  Podiumsdiskussionen zu Themen wie Rechtsextremismus oder Kommunalwahlen sowie überregionalen Kampagnen und Städtepartnerschaften ist die Initiative inzwischen zu einem einflussreichen Akteur im Kampf gegen Ausgrenzung, Hetze und Rechtsextremismus und für eine offene demokratische Gesellschaft geworden. Für ihr Engagement erhielt die Initiative 2020 eine Bundesförderung und wurde im Jahr 2021 von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgezeichnet.

Alle Informationen zu "Offen für Vielfalt" finden sich auf dem gleichnamigen Instagram-Kanal und unter https://offenfuervielfalt.de