Frankfurter Integrations- und Diversitätsbericht 2011-14 vorgestellt

„Einiges erreicht, viel zu tun.“

© Stadt Frankfurt am Main - AmkA
Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg und das Team vom AmkA

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Der Frankfurter Integrations- und Diversitätsbericht 2011-14 beschreibt Sachstand und Aufgaben:

  • Erster umfassender und systematischer Integrationsbericht für Frankfurt am Main
  • Darstellung von rund 200 Maßnahmen städtischer Ämter und Betriebe in 8 Handlungsfeldern
  • Erhebung zum Stand interkultureller Öffnung in den städtischen Ämtern und Betrieben
  • Einordnung in sozioökonomische Rahmenbedingungen und überregionale Trends 
  • Anstoß zur Diskussion mit ersten Handlungsempfehlungen

Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat am 22. Mai 2015 den von Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg vorgelegten „Integrations- und Diversitätsbericht 2011-14“ verabschiedet.

Seit dem von einer breiten Mehrheit verabschiedeten Integrations- und Diversitätskonzept im Jahr 2010 kommt damit eine erste Runde aus politischer Zielsetzung und Umsetzungsberichterstattung zum Abschluss.

„Weder das Integrationskonzept noch dieser Bericht sind ein Selbstzweck“, so Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg bei der Vorstellung des Berichts. „Sie dienen dazu, unsere Stadt zukunftsfähig zu machen. Frankfurt wächst. Aber unsere Stadt wächst nicht einfach - sie verändert sich. Die Unterschiede in ihr nehmen zu. Frankfurt wächst - das heißt: Es wird noch bunter, noch enger, vielfältiger, spannender, aber auch spannungsvoller. Dies ist die demographische Realität Frankfurts. Wir kommen nicht umhin, sie zu akzeptieren. Und wir kommen nicht umhin, passende Antworten parat zu haben.“ Der Bericht zeigt, wie die städtischen Ämter auf die Veränderungen reagieren. Eskandari-Grünberg: „Er zeigt, in den letzten Jahren ist viel passiert. Wir haben viel bewegt.“

Die Dezernentin weiter: „Unser Integrationskonzept formuliert die Notwendigkeit einer systematischen Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe. So kann es gelingen, mehr Menschen zu erreichen und zugleich die Wirkung unserer Politik zu erhöhen. Nur ein dezernatsübergreifend abgestimmtes Vorgehen, wie es unser Integrationskonzept formuliert, verhindert Parallelstrukturen und verbessert den Einsatz öffentlicher Ressourcen. Der Bericht beschreibt den dabei erreichten Zwischenstand. Mein Fazit lautet: wir sind gut vorangekommen, aber wir haben noch eine gute Wegstrecke vor uns.“

Um die Arbeit der städtischen Ämter und Betriebe besser einschätzen zu können, beschreibt der vorgelegte Bericht nicht nur in jedem Politikfeld die lokale Ausgangslage, sondern skizziert zusätzlich überregionaler Trends und gibt relevante Hintergrundinformationen aus Studien und aus der bundesweiten Fachdiskussion. Auf der Grundlage einer ämterübergreifenden Erhebung beschreibt der Bericht ferner den erreichten Zwischenstand interkultureller Öffnung in der Stadtverwaltung. „Dieser Bericht stellt Sachstand und künftige Aufgaben, Anspruch und Wirklichkeit nebeneinander und bietet so als Entscheidungsgrundlage künftiger Politik eine Vielzahl von Anregungen“, so Eskandari-Grünberg.

„Mit unserem Integrations- und Diversitätskonzept haben wir als eine der ersten Kommunen das Verständnis und die Aufgaben von Integrationspolitik grundlegend verändert. Integration und der Umgang mit Diversität müssen in jedem Politikfeld mitgedacht werden. Mit unserem Integrations- und Diversitätskonzept haben wir uns dafür auf gemeinsame Ziele und eine Umsetzungsstruktur verständigt. Auch dieser erste Integrations- und Diversitätsbericht spiegelt diesen neuen Anspruch systematischer Querschnittsarbeit. Ziel des Berichts ist es, nicht nur über eine Vielzahl einzelner Maßnahmen zu informieren, sondern die politische Steuerung der weiteren Umsetzung des Diversitätskonzepts weiter zu verbessern.“ Die Integrationsdezernentin kündigte an, auf dieser Grundlage eine breite Diskussion zu führen.

Der vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten erarbeitete „Integrations- und Diversitätsbericht“ orientiert sich an den Zielen und Handlungslinien des Frankfurter Integrations- und Diversitätskonzepts. In seinem Aufbau ist er ferner an das 2012 vorgelegte Integrations- und Diversitätsmonitoring angelehnt. Die Erhebung zum Stand der interkulturellen Öffnung der städtischen Ämter wurde durch eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe vorbereitet. Die Darstellung der städtischen Maßnahmen erfolgte durch eigene Recherche und ämterübergreifende Kooperation.