Nacht der Museen +++ neues Projekt des AmkA +++ Sprachförderung und ExperiMINTa

Themen-Spezial: Interkulturelle Öffnung von Kultureinrichtungen

© Stadt Frankfurt am Main (Foto: Andreas Varnhorn)

© Stadt Frankfurt am Main (Foto: Andreas Varnhorn)

In Frankfurt lassen sich viele Prozesse der interkulturellen Öffnung von Museen und Kultureinrichtungen beobachten. In diesem Themen-Spezial finden Sie Informationen zu einem Sprachförderprojekt in der ExperiMINTa und die dazu gehörende Handreichung „Handlungsorientierte Sprachförderung im Museum“ zum Download. Darüber hinaus stellen wir Ihnen die wesentlichen Ergebnisse einer Studie vor und geben Ihnen einen Einblick in das Programm zur Nacht der Museen 2017. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und freuen uns über Ihr Interesse!

Viele Stereotype zum Thema Kunst und Kultur halten sich hartnäckig. „Museen sind langweilig“, heißt es schnell, sie öffnen sich nicht für die breite Bevölkerung, sondern sprechen nur eine ganz bestimmte Bildungsklientel an. Auch wird ihnen oft unterstellt, bestimmte Themen nicht im Blick zu haben, wenn sie Ausstellungen konzipieren.

Interkulturelle Öffnung, wie es in der Fachsprache heißt, ist schon länger ein Thema, mit dem sich verschiedene Kultureinrichtungen auch in Frankfurt befassen. Interkulturelle Öffnung orientiert sich an den drei großen P’s: Publikum, Personal, Programm. Das bedeutet stark vereinfacht gesagt: Ein vielfältiges Programm, das nicht nur einem Kulturverständnis folgt, sondern Sichtweisen und Ansätze verschiedenster Menschen beinhaltet, das gemacht wird von Mitarbeitenden aller Altersstufen, sexuellen Orientierungen, Hintergründe, Anliegen und Interessen, dient dazu, ein Publikum anzusprechen, das aus allen Teilen der Gesellschaft kommt. Denn Kultur ist ein Spiegel der Gesellschaft, sie ist ein künstlerischer Ausdruck, von Menschen für Menschen gemacht.

Die Öffnung der Museen und Kulturbetriebe in Frankfurt umfasst aber noch andere Dimensionen. Geld zum Beispiel spielt eine Rolle, und mit dem Eintritt alleine ist es häufig nicht getan. Sprache kann zum Problem werden, auch für Personen mit deutscher Muttersprache, wenn Texte z.B. schwer verständlich oder schwer lesbar sind. Treppenstufen, Beschilderung, Verständnisprobleme schon beim Kartenkauf sowie die Angst davor, aus Unverständnis etwas falsch machen zu können, sind weitere Barrieren. Viele dieser Hürden haben auch die Frankfurter Museen schon erkannt.

Schon jetzt gibt es viele Projekte zwischen Museen und anderen Ämtern aber auch privaten Initiativen. Jeden letzten Samstag im Monat – dem sogenannten „Satourday“ – können Familien kostenlos an Führungen der Museen teilnehmen. Seit langem bietet die Nacht der Museen jedes Jahr aufs Neue eine Gelegenheit, das Museumsufer und viele weitere spannende Ausstellungen für sich zu entdecken.

Um die interkulturelle Öffnung von Museen und Kultureinrichtungen auch in Zukunft voranzutreiben, müssen verschiedenste Akteure auf allen Ebenen zusammen arbeiten. Unterstützend, beratend, fördernd oder in der direkten Kooperation. Auch das AmkA erprobt ein neues Projekt mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus mehrsprachigen Communities.

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