Frankfurter Vereine und Initiativen werden im Kaisersaal gewürdigt

Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stadträtin Sylvia Weber verleihen Integrationspreis 2017

Gruppenfoto der Preisträgerinnen und Preisträger des Integrationspreises 2017

Der Frankfurter Integrationspreis wurde am 30. November das 16. Mal vergeben. „InteGREATer e.V.", „MENTOR – Die Leselernhelfer Hessen e.V." und die „GFFB" teilen sich das Preisgeld von 15 000 Euro. Die beiden mit dem Preis für Flüchtlingshilfe ausgezeichneten Projekte – „Together – Menschen mit Beeinträchtigungen und Sinneseinschränkungen nach der Flucht “ von der „Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V.“ sowie die „Rainbow Refugees Frankfurt“ – erhalten ebenfalls jeweils 5000 Euro. Lobende Erwähnung findet die Arbeit des „Deutsche Kinderschutzbund, Bezirksverband Frankfurt am Main e.V.“ für die Schulung von Einzelvormündern für Frankfurter Kinder und des Vereins „Über den Tellerrand Frankfurt e.V.“. Die Stadt Frankfurt am Main würdigt mit dem Integrationspreis das Engagement von Personen und Institutionen, die sich im alltäglichen Leben für die Integration verdient gemacht haben und für eine gegenseitige Anerkennung der Kulturen eintreten.

 „Integration ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Wir danken allen Preisträgerinnen und Preisträgern für ihre beispielhafte Vorbildfunktion im Sinne einer aufgeschlossenen und solidarischen Stadtgesellschaft. Wir können uns glücklich schätzen, so viele engagierte und ehrenamtlich Aktive zu haben, die das Zusammenleben in unserer Stadt aktiv mitgestalten", würdigt Oberbürgermeister Feldmann das Engagement.

Stadträtin Weber: „In diesem Jahr verleihen wir erstmalig auch einen Preis für Flüchtlingshilfe. Wir freuen uns, damit noch weitere Engagierte in unserer Stadt für ihre Tatkraft auszuzeichnen. Eine Stadt wie Frankfurt braucht Menschen, die sich mit ihrer Energie und hohem Idealismus für alle einsetzen. Daran nehmen auch wir als Magistrat uns ein Beispiel und haben Integrationspolitik wieder ins Zentrum unseres Handelns gerückt. Denn eine wachsende Stadt, die auch gesellschaftlich im-mer heterogener wird, braucht neben bezahlbarem Wohnraum, einem funktionierendem ÖPNV und guten Schulen auch die notwendige soziale Infrastruktur, um ein gutes und gleichberechtigtes Zusammenleben zu ermöglichen."

Die beiden mit dem Preis für Flüchtlingshilfe ausgezeichneten Projekte – „Together – Menschen mit Beeinträchtigungen und Sinneseinschränkungen nach der Flucht " von der „Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V." sowie die „Rainbow Refugees Frankfurt" – erhalten ebenfalls jeweils 5000 Euro. Lobende Erwähnung findet die Arbeit des „Deutsche Kinderschutzbund, Bezirksverband Frankfurt am Main e.V." für die Schulung von Einzelvormündern für Frankfurter Kinder und des Vereins „Über den Tellerrand Frankfurt e.V."

 

InteGREATer e.V.Der in Frankfurt gegründete Verein „InteGREATer e.V." setzt sich für die Integration durch Bildung ein. Die Freiwilligen, die selbst eine Migrationsgeschichte haben, gehen in Frankfurter Schulen, Elterncafés, Stadtteilzentren, Jugendzentren und religiöse Einrichtungen und berichten dort Jugendlichen und ihren Eltern von ihrem individuellen, aber stets erfolgreichen Bildungsweg. Ihre Botschaft lautet: „Wenn wir es geschafft haben, schaffst du es auch!". 

 

 

 

 

MENTOR - Die Leselernhelfer Hessen e.V.

Die Leselernhilfe der Initiative „MENTOR – Die Leselernhelfer Hessen e.V." findet in der Schule vor, während oder nach dem Unterricht statt. Sie fördert die Lese- und Sprachkompetenz von Kindern und Jugendlichen primär mit Migrationsgeschichte und trägt zu einer gelingenden Schul- und Berufslaufbahn für alle bei.

 

 

 

 

 

GFFB

Die „GFFB" wurde als „Gemeinnützige Frankfurter Frauen-Beschäftigungsgesellschaft" gegründet und setzt sich seither für die Partizipation auf dem Arbeitsmarkt ein. Im Modellprojekt „Handel im Wandel: Integration Mit-Sprache" werden Wege aufgezeigt, die es Zugewanderten sowie Geflüchteten mit eingeschränkten Sprachkenntnissen ermöglichen, in den Arbeitsmarkt einzusteigen.

 

 

 

 

Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V.

Mit dem trägerübergreifenden Projekt „Together – Menschen mit Beeinträchtigungen und Sinnesein-schränkungen nach der Flucht" richtet der Verein „Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V." das Augenmerk auf die Belange von besonders schutzbedürftigen Menschen, nämlich von geflüchteten Personen mit Beeinträchtigungen. Ein eigenes Schulungskonzept qualifiziert und sensibilisiert Ehrenamtliche für die Betreuungsarbeit und stärkt somit ihr Engagement.

 

 

 

 

Rainbow Refugees

Rainbow Refugees" unterstützt Menschen in Frankfurt, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt wurden und nach Deutschland geflohen sind. Die ehrenamtlich Engagierten begleiten LSBTIQ-Geflüchtete im Asylverfahren, bieten praktische Hilfen im Alltag an, unterstützen bei Diskriminierung in der Aufnahmeeinrichtung und helfen, ein soziales Umfeld zu schaffen.

 

 

 

 

Deutscher Kinderschutzbund, Bezirksverband Frankfurt am Main e.V.

Das Projekt „Ehrenamtliche Einzelvormundschaften" des „Deutsche Kinderschutzbund, Bezirksverband Frankfurt am Main e.V." begleitet unter Vormundschaft stehende Kinder und Jugendliche sowie unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Mit dem Projekt „In welcher Welt will ich WIE leben?" fördert der Verein die Sprachkompetenz von zugewanderten Schülerinnen und Schülern. In Theaterprojekten werden durch spielerisches Lernen und kreativen Umgang nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch Mut und Selbstvertrauen vermittelt.

 

 

 

 

Über den Tellerand Frankfurt e.V.

Der Verein „Über den Tellerrand Frankfurt e.V." fördert den interkulturellen Austausch und trägt zur Begegnung auf Augenhöhe zwischen „Geflüchteten und Beheimateten" bei. Beim gemeinsamen Kochen und Essen kommen Menschen verschiedener Herkunft an einem Tisch zusammen.