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zurück  |  Startseite » Beiträge "Ich bin ein Frankfurter, weil ..." lesen

Beiträge "Ich bin ein Frankfurter, weil ..." lesen

Ergebnisse der 1. Dialogphase

In der 1. Dialogphase vom 5.10 bis 5.12.2009 wollten wir wissen, wie Sie unsere Stadt wahrnehmen und die Vielfalt der Stadt sichtbar machen. „Ich bin Frankfurter, weil ...“ wurde rund 200 Teilnehmern ergänzt. Die Beiträge können Sie weiterhin nachlesen.

Verfasst von pakbann theater am 01.02.2010

Ich bin gerne ein Frankfurter, weil ich hier seit Jahrzehnten lebe. Inzwischen habe ich hier mehr Zeit verbracht als in meiner Geburtsstadt und deshalb fühle ich mich hier auch sehr heimisch. Grundsätzlich leben alle Migranten mit einem Bein im Ausland - manche aber auch mit beiden und das ist auch nicht verkehrt.
Was ich hier sehr schön finde, ist das Zusammenleben vieler Nationen in allen Stadtteilen. Es gibt kein einziges Stadtvietel, das man als Southhall
(südlicher Stadtteil in London, in dem überwiegend Inder und Pakistaner leben) oder little India oder little Italy usw. bezeichnen könnte, sondern wenn ich einfach mal im Gallusviertel unterwegs bin, treffe ich Menschen aller möglichen Nationen - von Albanien bis Zaire. Hier werden die Menschen so wahrgenommen, wie sind und man versucht nicht, sie so umzuwandeln, wie man sie gerne hätte.

Frankfurt bietet für alle Altersgruppen, Nationalitäten und Geschlechter etwas, alles ist dabei - Kultur, Kunst, Bildung,
zahlreiche Beratungstellen nicht nur von kommunalen, sondern auch viele von anderen Trägern.
Die Gründung des Rates der Religion ist bundesweit einmalig. Man kann auch den Rat der Nationen nicht unterschätzen, aber hier erwarte ich mehr Einsatz, mehr Bewegung und Transparenz über die Tätigkeit.
Was ich ganz schön finden würde ist, wenn wir mehr Straßenfeste hätten und nicht nur das der Bergerstraße oder der Leipzigerstraße.

Amir Mansoor

Übersetzung:
Verfasst von f am 05.12.2009

Ich bin Frankfurterin, weil...ich mehrere Kulturen in mir trage und doch Deutsche bin
Ich bin Frankfurter, weil...

Übersetzung:
Verfasst von gedomgud am 01.12.2009

Ich bin von Herzen Frankfurter, weil ich seit fast einem halben Jahrhundert hier lebe und es genieße, wie sich diese Stadt verändert hat. Was früher nur beim Ebbelwoi funktionierte: Blickkon-takte, spontane Kommunikation, Hilfe-angebote, wenn jemand sich unsicher umschaut, weil er/sie den Weg nicht weiß ...all das kann ich heute auf der Straße, im Supermarkt, im Kino erleben... Nicht alle spielen mit, aber immer mehr Frankfurter haben sich auf diese Weise "vermenschelt", wie ein Freund von mir das nennt.
Und manchmal geschehen Wunder: Meine Frau und ich saßen im Kino (Filmmuseum) und schauten uns eine Woche lang iranische Filme an. Neben uns, manchmal hinter oder vor uns saß ein Paar mit zwei erwachsenen Töchtern. Es fiel uns auf, dass sie fast immer an der gleichen Stelle lachten wie wir. Irgendwann schauten wir uns an, machten uns bekannt. Jetzt sind wir Freunde, seit vielen Jahren, wir, die "Deutschen" und sie, die Immigranten, die seit Jahrzehnten auch Deutsche sind, ohne ihre Heimat zu vergessen. Wir haben so viel gemeinsam! Auf Frankfurterisch: Des hätt's frieher net gewwe!

Übersetzung:
Verfasst von Gast am 30.11.2009

Ich bin Frankfurterin, weil...
Ich bin Frankfurter, weil... ich gerne Äpplewoi trinke

Übersetzung:
Verfasst von Gast am 27.11.2009

Gleichberechtigung fängt damit an, dass nicht nur Menschen mit deutschen Vorfahren bestimmen, was Vielfalt, Kultur, Integration, Chancengleichheit oder Diskriminierung ist, sondern auch Menschen mit Migrationshintergrund.

Es ist nicht von vornherein festgelegt, wer "Deutscher" oder wer "Migrant/Ausländer" ist, denn es leben viele Deutsche in Frankfurt, die als Ausländer wahrgenommen werden.

Ungleichbehandlung besteht gegenüber vielen Gruppen, z.B. Frauen, Behinderten, dunkelhäutigen Deutschen, Homosexuellen. Alle Personen müssen als Menschen wahrgenommen und behandelt werden. Die "Würde" eines Menschen bestimmen nicht andere, sondern jeder Mensch muss über sich auch sagen können, dass er mit Würde behandelt wird.

Ob ein Integrationskonzept gelingt, ob es nicht nur ein Stück Papier ist, hängt auch davon ab, inwieweit verschiedene Meinungen wirklich akzeptiert - oder schon im Vornherein gefiltert werden.

Ein Integrationskonzept muss sich auch und besonders an die Aufnahmegesellschaft wenden. Bisher wird allein den Migranten eine Handlungspflicht in Richtung Integration unterstellt. So hat man auch sofort den Schuldigen bei einem Versagen.

Es müssen vor allem die angesprochen werden, die die Wichtigkeit des friedlichen Zusammenlebens ignorieren.

Es sollte versucht werden, eine Gesprächskultur zu entwickeln. Diskriminierungen werden so gut wie immer beschwichtigt, herabgeredet. Der Begriff der "gefühlten" Diskriminierung wurde erfunden, anstatt den Diskriminierten ernst zu nehmen und über die Diskriminierung zu sprechen. Ignoranz und Beschwichtigungen lassen Fremdenfeindlichkeit ansteigen anstatt sie zu vermindern. 40 Prozent der Jugendlichen sind mittlerweile fremdenfeindlich. Die rechtsextremen Straftaten steigen von Jahr zu Jahr an. Alles Anzeichen dafür, dass sich Deutschland in die falsche Richtung bewegt.

Taten sind besser als Worte.
Es wäre so leicht und kaum (oder gar nicht) mit Kosten verbunden, z.B. den Gedanken von "Schule ohne Rassismus" in die Frankfurter Schulen zu bringen (Mehr als 600 Schulen in Deutschland sind dabei - Keine einzige in Frankfurt!), Migranten zu gewinnen, die in die Schulen, in die Verwaltung gehen, um dort zu sensibilisieren, "Tandems" zu initieren, in denen "Deutsche" und "Migranten" etwas zusammen unternehmen und ihre Erfolge und Aktionen vorzustellen, die Medien auf (unabsichtlich) fremdenfeindliche Formulierungen aufmerksam zu machen, und vieles mehr.
Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung können sehr billig und trotzdem effektiv sein, wenn man nur will.

Vergesst nicht die, die im Dunkeln stehen!

Viel Erfolg wünscht
MLK

Übersetzung:
Verfasst von Gast am 26.11.2009

hmmm... gute Frage! Ich arbeite hier und da bietet es sich an auch hier zu leben. Frankfurt ist eine vielfältige, lebhafte Stadt. Auch Kullturel wird hier einiges geboten.
Auf die Frage warum bin ich Frankfurter/inn kann ich nur sagen.....Wenn ich durch die Strassen gehe begegne ich der ganzen Welt ... Nationen, Rassen, Reiche, Arme, Bettler, Jung, Alt, Kindern, alle bunt zusammengewürfelt ergeben die Vielfalt der Schöpfung.... darum bin ich Frankfurter/inn :)
Weil Frankfurt eine Ort der Begegnung ist!

Übersetzung:
Verfasst von unujici am 26.11.2009

hmmm... gute Frage! Ich arbeite hier und da bietet es sich an auch hier zu leben. Frankfurt ist eine vielfältige, lebhafte Stadt. Auch Kullturel wird hier einiges geboten.
Auf die Frage warum bin ich Frankfurter/inn kann ich nur sagen.....Wenn ich durch die Strassen gehe begegne ich der ganzen Welt ... Nationen, Rassen, Reiche, Arme, Bettler, Jung, Alt, Kindern, alle bunt zusammengewürfelt ergeben die Vielfalt der Schöpfung.... darum bin ich Frankfurter/inn :)
Weil Frankfurt eine Ort der Begegnung ist!

Übersetzung:
Verfasst von amounsif am 25.11.2009

Ich bin Frankfurterin, weil...
Ich bin Frankfurter, weil ich hier studiert hatte und hier arbeite und hier bleiben wird :)) ...

Übersetzung:
Verfasst von Gast am 24.11.2009

Ich bin Frankfurterin, weil ich hier gern die vielfalt der kulturen erlebe, die diese stadt bereichert. das macht alles bunter, schöner und vielseitiger..

Übersetzung:
Verfasst von Barbara Anna Wagner am 23.11.2009

Ich bin Frankfurterin, weil...
Ich bin Frankfurter, weil...
Frankfurt eine weltoffene Stadt ist, die durch ihre Vielfalt lebt. Meine Freundinnen und Freunde aus anderen Ländern sowie zahlreiche Kooperationspartner/-innen aus anderen Ländern betonen immer wieder, wie freundlich und offen sie die Menschen in Frankfurt erleben.
Ich bin Bockenheimerin und in unserem Stadtteil ist die Vielfalt gelebte Alltagskultur.

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