Angebote

BFD mit Flüchtlingsbezug

Freiwilligendienste für Menschen mit Fluchterfahrung und Freiwillige in der Arbeit mit Geflüchteten

Tausende Menschen engagieren sich tagtäglich in Deutschland für Flüchtlinge, viele davon ehrenamtlich. Um dieses Engagement zu unterstützen, hat die Bundesregierung ein Sonderprogramm im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) mit bis zu 10.000 neuen Stellen gestartet.

Seit dem 1. Dezember 2015 steht der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug sowohl einheimischen Freiwilligen als auch Asylberechtigten und Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive offen. Geflüchtete Menschen haben zudem die Möglichkeit, einen BFD auch in den regulären Bereichen abzuleisten - zum Beispiel in einem Pflegeheim, Mehrgenerationenhaus oder Sportverein.

Geflüchteten soll der Freiwilligendienst eine erste berufliche Orientierung und Arbeitserfahrungen in Deutschland bieten, in der Praxis können bereits erworbene Sprachkenntnisse vertieft und Kompetenzen und Potenziale ausgeschöpft werden. Teilnehmen können Asylsuchende mit einer Aufenthaltsgenehmigung ab dem 4. Monat, Menschen mit dem Status der Duldung oder einer Aufenthaltserlaubnis, die mindestens 18 Jahre alt sind und 20 oder mehr Stunden pro Woche Zeit aufwenden können.

Während des Einsatzes werden die Teilnehmenden von geschulten Anleiterinnen und Anleitern unterstützt und nehmen an den regulären Bildungstagen des Trägerverbunds teil. Auch Sprachkurse und Supervisionsangebote sollen von den Einsatzstellen nach Bedarf ermöglicht werden.

Bei einer Tätigkeit mit Flüchtlingsbezug (also zum Beispiel in Gemeinschaftsunterkünften, in der Zusammenarbeit mit minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen, Schulen mit Intensivklassen oder Sportangeboten für Geflüchtete) können sich auch Freiwillige ohne Flucht- oder Migrationserfahrung für eine BFD-Stelle bewerben. Das Mindestalter beträgt ebenfalls 18 Jahre.

 

Einen guten Überblick über freie BFD-Stellen bietet die Einsatzstellensuche des Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Dort erhalten auch interessierte Einsatzstellen Informationen und Beratung.

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