Handlungslinie 18: Netzwerke stärken und bilden

Wir wollen anerkennen und abwägen, welche produktive Rolle traditionelle oder ethnische Netzwerke in Integrationsprozessen spielen können. Verwandtschaft, Freunde und langjährige Bekannte bieten Gefühle der Geborgenheit und Anerkennung. Vereine und Netzwerke sind jedoch zu ermuntern, neue und andere Mitglieder aufzunehmen und ihre Angebote, Aktivitäten und Strukturen entsprechend weiterzuentwickeln. Durch die Zahl ihrer Mitglieder und ein viele Menschen ansprechendes Angebot haben die Sportvereine eine besondere Rolle, die wir weiter fördern wollen. Aber auch im Sport ist Diskriminierungen wegen Herkunft, sozialem Status, Religion oder sexueller Orientierung entgegen zuwirken. Auch nicht vereinsgebundene Sportarten und Individualsportarten kleinerer Gruppen sind in ihrer gemeinschaftsbildenden Funktion zu unterstützen. Auch beliebte Sportarten aus anderen Ländern sollten bei der Suche nach Spielflächen, in Nutzungskonflikten, durch Veranstaltungen und öffentliche Anerkennung unterstützt werden. Abstimmung mit anderen Akteuren. In der Stadtteilarbeit sind organisierte Interessen auch mit den Anliegen derer abzuwägen, die sich nicht äußern. Gerade Gruppen oder Menschen, die sich verunsichert auf sich selbst zurückziehen, finden oft nicht den Weg zu Beratungsstellen oder zu städ tischen Einrichtungen. Die Arbeit der vielen Verbände, Gemeinden und Stadtteilinitiativen, Elterngruppen und Kulturzentren, der Präventionsräte und nicht zuletzt der Polizei ist für unser Zusammenleben als Unterstützung und Informationsquelle unverzichtbar. Aber auch Mieter- und Eigentümervereine, Ladeninhaber und Arbeitgeber, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen können wichtige Unterstützung leisten. Zum Wohle unserer Stadtteile haben wir alle gemeinsam Gerüchten oder von Vorurteilen geprägter Aufregung sachlich entgegenzutreten.