Handlungslinie 2: Gemeinsame Themen und Interessen formulieren

In allen Politikfeldern sind Maßnahmen und Entwicklungsplanungen danach zu beurteilen, inwiefern sie neben der Erfüllung von Sachaufgaben eine Beteiligung und ein städtisches Zusammengehörigkeitsgefühl unterschiedlicher Menschen tatsächlich ermöglichen. Dafür sind übergreifende Themen hilfreich, welche unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in gleicher Weise betreffen und die daher geeignet sind, ein gemeinsames Engagement oder ein geteiltes Selbstverständnis als weltoffene Stadt zu fördern. Es soll ein grundlegender Ansatz für städtische Maßnahmen und Kooperationen werden, Probleme und Sorgen einzelner Gruppen anderen zu vermitteln und zu einem gemeinsamen Anliegen aller zu machen: Dabei ist von allen Beteiligten zu berücksichtigen und als Ansatz von Integrationspolitik zu nutzen, dass soziale 'Gruppen' nicht geschlossen, sondern offene Beziehungsgeflechte sind, an denen Menschen aufgrund von Interessen und Überzeugungen, Lebensweg, Alter, Geschlecht und sexueller Orientierung, sozialer Situation oder Familiengeschichte in einer Vielfalt von Bezügen teilhaben: Die offizielle Repräsentation unserer Stadt und einzelne Kampagnen können hier ansetzen, um integrativ zu wirken. Wir wollen umgekehrt darauf hinwirken, dass alle Bevölkerungsgruppen sich von Vorurteilen, Fundamentalismus und Rassismus abgrenzen, in Zweifelsfällen und Konflikten von sich aus das Wort ergreifen und auf Gemeinsamkeiten hinarbeiten. Abstimmung mit anderen Akteuren. Den Charakter Frankfurts als weltoffene und durch viele regelmäßige Begegnungen lebendige Stadt zu betonen, fördert das Zusammenleben und erleichtert ihnen zugleich die Identifikation mit unserer Stadt. In der Aktivierung vieler unterschiedlicher Gruppen ist die Stadtverwaltung allein jedoch überfordert: Es bedarf des Zusammenwirkens mit vielen Vereinen und persönlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Solche Kooperationen sind zu fördern und positiv zu kommunizieren. In der Außendarstellung Frankfurts ist die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsverbänden und Kammern, für die eine erfolgreiche Politik der Vielfalt und Integration ein wichtiger Standortfaktor ist, zu vertiefen. In der Zusammenarbeit mit der Landesregierung wollen wir auch in den Außenbeziehungen des Landes Hessen die besondere Rolle Frankfurts betonen.