Handlungslinie 20: Spracherwerb begleiten

Der Erwerb einer fremden Sprache fordert von den Lernenden große Anstrengungen und verlangt geeignete Unterstützung. Spracherwerb ist daher fortlaufend zu begleiten. Dabei sind in der Konzeption von Maßnahmen und Angeboten Übergangssituationen in der Bildungs- und Berufsbiographie besonders zu berücksichtigen. Die Stärkung berufsbezogener Deutschkenntnisse für einen erfolgreichen Übergang zwischen Schule und Ausbildung bzw. Schule und Beruf muss unsere besondere Aufmerksamkeit finden. Für Kinder und Jugendliche können Patenschafts- und Ferienprojekte den Zugang zu Sprachen verstetigen und intensivieren. Besondere Aufmerksamkeit erfordert der weitere Spracherwerb von Erwachsenen mit einer unterbrochenen Bildungsbiographie; in besonderen Fällen gehören dazu auch Alphabetisierungskurse. Frauen, die nach einer längeren Kindererziehung neue Kontakte oder den Weg zurück ins Berufsleben suchen, verdienen unsere besondere Unterstützung. Bei der berufsbezogenen Sprachförderung wollen wir berücksichtigen, dass in vielen Berufen – und zumal in Frankfurt – Fremdsprachenkenntnisse erforderlich oder hilfreich sind. Auch die ältere Generation, die in einem langen Arbeitsleben keine Gelegenheit hatte, ihre Deutschkenntnisse auszubauen, wollen wir durch neue Angebote unterstützen.