Handlungslinie 27: Familien unterstützen

Eltern sind die wichtigsten Kooperationspartner des Bildungssystems. Ihnen sind notwendige Hilfestellungen zu geben und, wo erforderlich, ihre Motivation und Kooperationsbereitschaft zu fördern. Durch geeignete Netzwerkarbeit vieler Beteiligter ist dafür zu sorgen, dass eine möglicherweise geringere eigene Bildungserfahrung und der soziale Status einer Familie nicht die Bildungsentwicklung eines Kindes dominieren. Eltern sind dabei in ihren Fähigkeiten und Rechten ernst zu nehmen. Dazu gehört nicht nur, ihnen eine gute Kenntnis der Leistungsanforderungen von Schulen und der Notwendigkeiten, die sich daraus ergeben, zu vermitteln, sie über Karrierewege in Schule und Arbeitsmarkt zu informieren, sondern ihnen darüber hinaus auch die Möglichkeit zu geben, eigene Erwartungen und Ansprüche zu formulieren. Wir wollen daher dazu beitragen, die Abstimmung und Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und Erziehungsberechtigten zu verstärken. Durch integrative Maßnahmen ist die aktive Partizipation in Elternbeiräten und bei Aktivitäten im Umfeld des Unterrichts zu erleichtern. Beratungsstellen für Lernphasen und Lebenssituationen werden besonders dann angenommen, wenn sie in den Stadtteilen leicht erreichbar sind, unabhängigen Rat geben können und im Umgang mit Diversität professionell geschult sind. Für einen gelingenden Start ins Leben können solche Koordinationsstellen zugleich die existierenden Präventionsketten von frühen Hilfen, Schulverbänden und Familienzentren unterstützen.