Handlungslinie 31: Miteinander fördern

Unsere Bildungsstätten sollen auf das Zusammenleben in einer vielfältigen Stadtgesell schaft vorbereiten. Dem steht bisweilen nicht nur die faktische sozialräumliche Trennung einiger Bevölkerungsgruppen entgegen, sondern auch eine Aufteilung auf Schulen und Schultypen. In leicht erreichbaren Beratungsstellen und in aufsuchender Familienarbeit sollen Eltern angesprochen und über die Vorteile einer wohnortnahen Einschulung für das Zusammenleben im Stadtteil informiert werden. Eine ausgeglichene Verteilung von Schülerinnen und Schülern deutscher Muttersprache auf einzelne Schulklassen bleibt auch in Zukunft eine politisch wichtige Frage. Die Bedeutung einer gemeinsamen Teilnahme an Klassenfahrten und besonderen Unterrichtsfächern, wie z. B. Sport oder Sexualkunde, ist den Erziehungsberechtigten gegenüber besonders herauszustellen. Durch Information, abgestimmte Maßnahmen und mit der Hilfe von Multiplikatoren wollen wir im Bereich der Frühförderung das Miteinander in gemischten Eltern-und-Kind-Gruppen fördern und Eltern, die ihre Kinder lieber bei sich erziehen, dazu ermutigen, den Übergang in die Schule durch einen Kindergartenbesuch zu erleichtern. Auch in der Erwachsenenbildung sollte bei Bedarf sichergestellt sein, dass sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen gleichermaßen beteiligen können. In den Schulferien und in Kooperation mit den öffentlichen Kultureinrichtungen sollten vermehrt gemeinsame Angebote entwickelt und durchführt werden. Die Stadt Frankfurt möchte in allen städtischen Bildungseinrichtungen vermehrt Lehrende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Erfahrungen und Kontakten zu verschiedenen Bevölkerungsgruppen beschäftigen.