Handlungslinie 46: Geschlechtsspezifische Aspekte berücksichtigen

Trotz formaler Gleichberechtigung, sind Frauen in vielen Bereichen benachteiligt und im öffentlichen Leben unterrepräsentiert. Bei gleicher Qualifikation sehen sich Frauen wiederholt gefordert, sich besonders beweisen zu müssen und tragen oft zusätzliche familiäre Lasten in Erziehung und Pflege. Dazu lasten auf ihnen nicht selten besondere und divergierende Rollenerwartungen. Besonders Migrantinnen, aber auch Frauen in binationalen Partnerschaften sind davon betroffen. Auch ausländische Frauen deutscher Männer treffen mitunter auf besondere Schwierigkeiten. Migrantinnen und ausländische Frauen verharren häufiger in einem eingeschränkten Lebensradius und in minderer Beschäftigung. Wir wollen selbstbestimmte Lebensentwürfe für beide Geschlechter sicherstellen, Benachteiligung oder gar Gewalt entschieden entgegenwirken und Angebote zum Umgang mit Rollenproblematiken weiterentwickeln. Auch jungen Männern, die häufiger mit Vorurteilen und nachteiligen Medienbildern, beruflicher Perspektivlosigkeit und persönlichen Demütigungserfahrungen zu kämpfen haben, wollen wir besondere Unterstützung zukommen lassen. Zwang in Partnerwahl und Partnerschaft, körperlicher und psychischer Gewalt muss vorgebeugt und entschieden entgegengewirkt werden.