Handlungslinie 5: Gegenseitige Wertschätzung einfordern

Die Anerkennung neu Hinzuziehender als gleichberechtigte Partner setzt umgekehrt auf ihrer Seite die gleiche Wertschätzung unserer Stadtgesellschaft und ihrer gemeinsamen Geschichte und Werte voraus. Die gemeinsame Beteiligung von Bürgern verlangt Respekt gegenüber unterschiedlichen Weltanschauungen und Lebensweisen ebenso wie den Schutz vor Benachteiligung. Nicht nur bei der Ankunft von neuen Einwohnerinnen und Einwohnern haben Politik und Verwaltung vorbildhaft eine Kultur der Wertschätzung zu pflegen, sondern dauerhaft: sowohl Einzelnen wie auch gemeinsamen Zugehörigkeitsgefühlen gegenüber. Die Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern hat dies zu berücksichtigen. Wertschätzung kann dann auch darin bestehen, in einer in Frankfurt bislang wenig bekannten Sportart oder kulturellen Tradition Unterstützung und öffentliche Aufmerksamkeit zu erfahren. Gleiches gilt von der Würdigung von Feiertagen und Gedenktagen. Ehrenamtlicher Einsatz oder besondere Leistungen sollen gewürdigt und kommuniziert werden, um als Vorbilder und Anregung wirken zu können. Wertschätzung besteht gleichermaßen darin, Menschen nicht in erster Linie als Mitglieder von Gruppen mit vermuteten kollektiven Eigenschaften, sondern als gleichberechtigte Individuen zu sehen, sowie darin, soziale Probleme, Sorgen im Alltag und Ängste ernst zu nehmen und die Öffentlichkeit transparent zu informieren. Abstimmung mit anderen Akteuren. Um genauer zu wissen, wer zu uns kommt, und auf Erwartungen und Bedürfnisse besser einzugehen, wollen wir mit Arbeitgebern zusammenarbeiten, aber auch mit Partnerorganisationen in den einzelnen 'Communities', Religionsgemeinschaften, Sportvereinen und Sozialverbänden. Wir möchten diese Partner für den Aufbau einer Willkommenskultur sensibilisieren und bestehende Ansätze in ein umfassendes Netzwerk integrieren. Die Kooperation mit den Medien ist auszubauen.