Handlungslinie 50: Konflikte lösen, Gewalt ächten

Aggression und Gewalt sind inakzeptabel, auch nicht mit kulturellem oder vermeintlich religiösen Gebräuchen zu verharmlosen und werden mit den Mitteln des Rechtsstaats verfolgt. In der Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürger für alle Fragen von Prävention und Mediation wollen wir gegenseitiges Vertrauen, eine gemeinsame Sicht der Dinge und die Bereitschaft, sich gemeinsam für geteilte Anliegen einzusetzen, fördern. Wir wollen dabei anerkennen, dass in demokratischen Gesellschaften Meinungsunterschiede offen angesprochen werden können und sollen. Wir wollen in allen Lebensbereichen und Handlungsfeldern auf der eindeutigen Grundlage unserer Rechtsordnung und politischen Kultur unterschiedliche Standpunkte deutlich benennen und klären. Opfer von Gewalt brauchen unsere Unterstützung. Es ist wichtig, die gesellschaftlichen Ursachen von Gewalt umfassend zu analysieren und präventiv zu handeln. Wir wollen gemeinsam die Fähigkeit fördern, Konflikte gewaltfrei zu lösen und mit Frustrationen konstruktiv umzugehen. Dabei ist das gesamte Umfeld in Erziehungsfragen, in Fragen der wirtschaftlichen und stadträumlichen Situation und in Erwartungen an die Schule und staatliche Instanzen anzusprechen und einzubeziehen.