Handlungslinie 55: Sexuelle Orientierungen berücksichtigen

Frankfurt hat sich immer wieder als eine lesben- und schwulenfreundliche Stadt bekannt, in der Diskriminierung oder gar Gewalt gegen andere sexuelle Orientierungen nicht geduldet wird. Einstellungen zu Homosexualität sind häufig durch traditionelle Rollenbilder geprägt, die zum Teil religiös konnotiert und je nach Umfeld unterschiedlich ausgeprägt sind. Schwule Migranten und lesbische Migrantinnen empfinden in ihren Familien und in ihrem näheren Umfeld mitunter besondere Belastungen und sind in der allgemeinen Öffentlichkeit oft von Mehrfachstigmatisierungen und Isolierung betroffen. Wir wollen Einrichtungen, Beratungsstellen und Freizeitangebote für alle Generationen dieser Bevölkerungsgruppen unterstützen und darauf hinwirken, dass diese von schwulen Migranten und lesbischen Migrantinnen verstärkt wahrgenommen werden können. Wir wollen dazu beitragen, dass in Schulen, Vereinen, Nachbarschaftszentren und bei öffentlichen Anlässen Raum für die verständnisvolle Thematisierung dieser Lebenssituation und für eine sensible Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Umgangsweisen geschaffen wird. Unser Ziel ist die offene, integrative Teilhabe in allen Fragen des Lebens.