Handlungslinie 57: Veränderung städtischer Milieus berücksichtigen

In Frankfurt gibt es keine 'ethnisch' geprägten Viertel. Wir wollen Parallelgesellschaften weiter entgegenwirken und Begegnung in der Nachbarschaft wie auch im Stadtganzen fördern. Das enge Zusammenleben in einer Stadt verändert Menschen, besonders in einem anderen Land oder mit zunächst fremden Nachbarn. Es entwickeln sich Mischformen, die zugleich den von vielen geschätzten kosmopolitischen 'Flair' einer Weltstadt ausmachen. Im Laufe der Zeit wird dabei für die Einzelnen ihre soziale Lage oft prägender als kulturell- ethnische Bezüge. Abstraktionen von 'Kultur' vernachlässigen reale Lebenskontexte. Wir wollen daher die vielfältigen sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen Bedingungen, von denen die Chancen der sozialstrukturellen Partizipation von Migrantinnen und Migranten abhängen, berücksichtigen und öffentlich vermitteln. Die innere Diversität und Spannung von Einwanderergruppen wollen wir auch im Umgangmit Organisationen und Vertreterinnen und Vertreter bedenken und unsere Kooperationspartner in der Stadt wie auch die Medien dafür sensibilisieren. Anerkannte nationale Minderheiten genießen nach dem Rahmenabkommen des Europarates und der geltenden Rechtslage besonderen Schutz.