Handlungslinie 7: Neue Beteiligungsformen schaffen

Die meisten Bürger bringen sich gerne bei Maßnahmen ein, von denen sie betroffen sind. Viele brauchen dafür aber direkte Ansprache und erwarten gerade anfangs Unterstützung. Wir wollen in Sachfragen, die die Öffentlichkeit betreffen, neue Anspracheformen finden, die eine breitere Beteiligung der gesellschaftlichen Gruppen ermöglichen. Bei der Berufung von Beiräten, Gremien und Jurys sollte z.B. darauf geachtet werden, die Zahl von Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen sowie von Fachleuten zu erhöhen, die in der Lage sind, Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen zu beurteilen. Die Fachverwaltungen sollten grundsätzlich prüfen, inwiefern es dienlich ist, Maßnahmen Anhörungen vorausgehen zu lassen, und dann darauf achten, dass dabei nicht einzelne Gruppen, sondern eine breite Öffentlichkeit erreicht wird. In Frankfurt engagieren sich viele gut organisierte Netzwerke, zum Teil in Form von 'runden Tischen'. Um diese Potenziale zu nutzen, wollen wir den Austausch solcher Initiativen weiter unterstützen insbesondere zu Themen, die verschiedenen Gruppen gleichermaßen wichtig sind. In der Nachbarschaft oder in Organisationen, z.B. in Vereinen oder Rettungsdiensten, gilt es, das Ehrenamt unterstützen und dafür zu werben. Die einheitliche Behördenrufnummer könnte ggf. zu einem umfassend im Umgang mit Diversität geschulten Informationszentrum ausgebaut werden, das Anregungen entgegennimmt und weiterleitet. Die Beteiligung der Bürger über das Internet und die Förderung von Austausch und Information im virtuellen Raum verdient besondere Beachtung.