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Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland

Es gibt in Deutschland nicht nur die katholische und die evangelische Kirche. Eine sehr viel größere Zahl von Kirchen ist in unserem Land zu Hause. Hierzu gehören Orthodoxe und Altkatholiken, Anglikaner und Altorientalen, Freikirchen und Reformierte.

Für ihre Zusammenarbeit brauchen die Kirchen verlässliche Strukturen. Deshalb wurde 1948 die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gegründet. Gegenwärtig hat die ACK in Deutschland 17 Mitglieder und vier Gastmitglieder. Vier ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus.

Die Mitglieder entsenden Delegierte in die ACK, die zweimal im Jahr zur Mitgliederversammlung zusammenkommen. Hier werden die Weichen für die Arbeit der ACK gestellt. Alle drei Jahre wählt die Mitgliederversammlung den Vorstand der ACK. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, genannt „Ökumenische Centrale“, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

Die ACK ermöglicht es den Kirchen, trotz ihrer Unterschiede zusammenzuarbeiten. Dies geschieht auf der Basis von Vereinbarungen, die verbindlich sind, weil sich die Kirchen selbst darauf verpflichten. Die Kirchen können so der schon bestehenden Gemeinschaft Ausdruck geben, ohne zuerst alle theologischen Meinungsverschiedenheiten klären oder ihre unterschiedlichen Strukturen in Einklang bringen zu müssen. Schwerpunkte der ACK in Deutschland sind das gemeinsame Gebet (ökumenische Spiritualität), die theologische Reflexion, die Glaubenspraxis (Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung) sowie die Gemeinschaft mit anderen ökumenischen Einrichtungen.

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