Netzwerke

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) ist ein Zusammenschluss von Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft. Das übergeordnete Ziel des Netzwerks ist die nachhaltige Förderung von Bürgergesellschaft und bürgerschaftlichem Engagement in allen Gesellschafts- und Politikbereichen.

Ziele des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement: Die Mitglieder des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) verfolgen die gemeinsame Aufgabe, in nachhaltiger Weise bestmögliche rechtliche, institutionelle und organisatorische Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement zu schaffen.

Das BBE sieht Engagementförderung als eine gesellschaftspolitische Aufgabe an, die sich nicht auf einzelne Engagementfelder beschränkt, sondern sämtliche Gesellschafts- und Politikbereiche umfasst. Dabei geht es sowohl darum, Eigenverantwortung, Partizipation und Selbstgestaltung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken als auch neue Formen und Verfahren für gesellschaftliches Mitentscheiden und Mitgestalten zu entwickeln. Hierzu gehört der Abbau bürokratischer Hemmnisse ebenso wie die Fortentwicklung engagementfreundlicher Bedingungen in Organisationen und Institutionen. Leitbild einer aktiven Bürgergesellschaft: Das BBE zielt auf die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in allen seinen Formen und allen gesellschaftlichen Bereichen wie Soziales, Gesundheit, Sport, Kultur, Bildung und Wissenschaft, Umwelt, Hilfs- und Rettungsdienste, Selbsthilfe, gesellschaftspolitische Beteiligung, Stiftungsaktivitäten und unternehmerisches bürgerschaftliches Engagement. Dabei orientiert sich das BBE am Leitbild einer aktiven Bürgergesellschaft, die durch ein hohes Maß an Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung des Gemeinwesens geprägt ist.

Die Aufgabe der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und der Stärkung der Bürgergesellschaft bedeutet, dass die Spielregeln der Bürgergesellschaft – Hierarchiefreiheit, Freiwilligkeit, Eigenverantwortung, Respekt und gegenseitige Unterstützung, Selbstorganisation, etc. – auch für andere gesellschaftliche Lebensbereiche normative maßstäbliche Kraft gewinnen. Sie erfordert von Seiten der Wirtschaft Unternehmen, die sich dem Gemeinwesen gegenüber verantwortlich verhalten. Sie erfordert einen Staat, der bürgerschaftliches Engagement nicht durch unnötige bürokratische Auflagen reglementiert und hemmt, sondern schützt, anerkennt und ermöglicht. Und sie erfordert bürgergesellschaftliche Organisationen, die den Engagierten optimale Möglichkeiten der Mitgestaltung und Mitbestimmung geben und interne Demokratisierungsprozesse durchlaufen.Die Mitglieder des BBE wollen den nationalen, europäischen und internationalen Erfahrungsaustausch über das bürgerschaftliche Engagement verbessern, die Kooperation stärken und den Wissensstand für die Belange seiner Förderung fortentwickeln.

Das Leitbild des BBE fängt mit einem Rückblick auf das Fundament des BBE an, formuliert das Selbstverständnis und die Arbeitsweise als Netzwerk und widmet sich den künftigen Aufgaben für das BBE. Dabei werden Problemlagen und Herausforderungen formuliert, auf die das BBE reagieren wird. Dazu gehören die Grauzone zwischen Engagement und Erwerbsarbeit, die stärkere Einbeziehung engagementferner Gruppen und die Veränderung nach wie vor bestehender geschlechtsspezifischer Hierarchisierungen im Engagement. Fördern und Ermöglichen von Engagement: Das BBE stellt Materialien für die Praxis der Engagementförderung zur Verfügung, veranstaltet Fachtagungen und nimmt im Rahmen seiner Zielsetzung öffentlich Stellung zu Fragen der Förderung von Engagement und Bürgergesellschaft. Dabei kann es die Interessenpolitik seiner Mitgliedsorganisationen nicht ersetzen oder begrenzen, wohl aber für Problemlagen sensibilisieren, für gute praktische Lösungswege werben und kooperative Problemlösungen fördern. Das BBE ermöglicht gemeinsame Beratung und Projektentwicklung. Das Netzwerk ist der Ort für engagementpolitische Abstimmungsprozesse.

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