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Dachverband zur Förderung von Mehrsprachigkeit in frühkindlicher Bildung und Erziehung e.V“ (DMBE)

Ein anhaltender Trend

In unserer Stadt Frankfurt am Main ist eine große Zahl bilingualer Einrichtungen für Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren zu finden. Im Jahr 2016 gab es 45 davon; hier werden neben Deutsch die Sprachen Französisch, Spanisch, Englisch, Russisch, Türkisch, Italienisch, Portugiesisch, Polnisch, Arabisch, Griechisch und Chinesisch gesprochen.

Der Trend scheint anzuhalten. Immer mehr Eltern, insbesondere aus binationalen Paaren, wünschen sich eine bilinguale Erziehung und Bildung ihrer Kinder. Ihr großes Interesse und das Engagement innovativer Träger führen dazu, dass die Zahl bilingualer Kindertageseinrichtungen in unserer Stadt in den letzten 10 Jahren sehr zugenommen hat. Immer mehr Familien entscheiden sich bewusst dafür, zweisprachig zu leben und ihre Kinder zweisprachig aufwachsen zu lassen. Dies ist ein gutes Zeichen, das uns Mut gibt, immer mehr Menschen für unsere Arbeit zu gewinnen.

In unseren Einrichtungen spiegelt sich die sprachliche Vielfalt wider; so, wie sie zur Lebensrealität vieler Menschen in dieser Stadt gehört. Sie wird auch von unseren pädagogischen Fachkräften als Bereicherung verstanden, und sie ist in das Gesamtkonzept interkultureller Bildung eingebunden[1].

Mit guten Konzepen zu einem konstruktiven Verständnis beitragen

In fast allen bilingualen  Einrichtungen wird nach dem Prinzip „eine Person-eine Sprache“ gearbeitet:  eine Fachkraft spricht mit den Kindern ausschließlich Deutsch, die andere die zweite Sprache -  also zum Beispiel Französisch. Aus diesem Grund arbeiten in jeder Gruppe zwei Fachkräfte zusammen, von denen jeweils eine die Muttersprachlerin in einer der beiden Sprache ist, die in der Kita praktiziert werden. Beim Kochen oder Vorlesen, beim Singen oder  Tanzen, auf dem Ausflug in den Wald oder beim Theaterspielen lernen die Kinder mit Lust und Neugier, wie selbstverständlich mit zwei (oder manchmal auch mehreren) Sprachen groß zu werden.

Die globalisierte Welt macht zunehmend eine hohe Kompetenz in der Anwendung mehrerer Sprachen unverzichtbar. Sie stellt die Voraussetzung für gute berufliche Perspektive dar und fördert ein konstruktives und emphatisches Verständnis für die kulturelle Komplexität unserer Gesellschaft. Wir denken, mit unseren Konzepten dazu beizutragen, die Kinder „von Anfang an“ auf ein offenes, tolerantes und vielsprachiges Europa vorzubereiten.

Der Dachverband

Für mehr Mehrsprachigkeit in Kitas haben sich acht freie Träger bilingualer Kindertageseinrichtungen in Frankfurt zusammengeschlossen und  2015 den Dachverband zur Förderung von Mehrsprachigkeit in frühkindlicher Bildung und Erziehung e.V“ (DMBE) gegründet. Unser Ziel ist es, Träger bilingualer Kindertageseinrichtungen bundesweit zu vernetzen und ihnen den Erfahrungs-austausch zu ermöglichen. Als kompetenter und erfahrener Partner bieten wir Beratung für interessierte pädagogische Institutionen, wir fördern den Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft, wir informieren Familien und Fachkräfte über mehrsprachige Erziehung / Bildung, und wir führen Fachtagungen oder auch Fortbildungen durch.

Für 2017 hat der DMBE die Veranstaltungsreihe „Mehrsprachigkeit zum Anfassen“ organisiert: im Verlauf eines Jahres stellen bilinguale Kindetageseinrichtungen praxisnahe Themen zu ihrer Arbeit vor. Interessierte Personen sind herzlich eingeladen, in die Welt der gelebten Mehrsprachigkeit einzutauchen.

Treten Sie ein und lernen Sie uns kennen!

Marina Demaria

Leiterin des Deutsch-italienischen Kindergartens Pinocchio

Stell. Vorsitzende des DMBE




[1] Bilinguale Kindertageseinrichtungen in Frankfurt am Main https://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/Expertise_Breul_final.pdf

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Adresse

Dachverband zur Förderung von Mehrsprachigkeit in frühkindlicher Bildung und Erziehung (DMBE) e.V.

Trakehner Straße 7-9C
60487 Frankfurt am Main

E-Mail: info@dmbe.eu
Telefon: 069-669698800
Fax: 069-669698810

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