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30.01.2014 um 12:15 Uhr

20 Jahre Africa Alive: Filmfestival widmet sich den starken Frauen

Hoffnungsträgerinnen des Kontinents

Im Jahr 2014 feiert Africa Alive ein rundes Jubiläum: Bereits zum 20. Mal bringt das Festival afrikanische Filme und Kultur nach Frankfurt. Sein diesjähriger Schwerpunkt ist den Frauen gewidmet, sowohl in Afrika als auch in der Diaspora. Vom 30. Januar bis 27. Februar werden im Deutschen Filmmuseum und im Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Straße 46a, Filme gezeigt und Vorträge gehalten , Konzerte gegeben, Diskussionen geführt.

Die Frauen gelten zunehmend als Hoffnungsträgerinnen des afrikanischen Kontinents. Diese Tendenz ist auch in der kulturellen Produktion deutlich zu bemerken, in der Literatur wie im Film. Aus dem reichhaltigen Spektrum aktueller Produktionen von engagierten Filmemacherinnen zeigt das Africa Alive-Festival unter anderem den ausgezeichneten Film „Yema“ (Algerien 2012) von Djamila Sahraoui über eine Frau, deren Söhne im algerischen Bürgerkrieg der 1990er Jahre auf verschiedenen Seiten kämpften. Der Film „Por Aqui Tudo Bem“ zeigt zwei Schwestern, die vor dem Bürgerkrieg in Angola nach Lissabon fliehen und sich dort allein zurechtfinden müssen. Die Filmemacherin Pocas Pascoal wird am Freitag, 31. Januar im Filmforum und am Samstag, 1. Februar, im Filmmuseum zu Gast sein.

Auch mutige Dokumentarfilme stehen auf dem Programm, darunter der neue Film von Nadia El Fani „Meme pas mal“ (Tunesien/ Frankreich 2012), die sich mit dem Islamismus in ihrer Heimat auseinandersetzt, und „Nore ici, blanche la-bas“ von Claude Haffner, die ihren Film am Dienstag, 4. Februar, im Filmforum und am Mittwoch, 5. Februar, im Filmmuseum vorstellen wird. Das Schwerpunktthema bietet zugleich einen Rückblick auf 20 Jahre Africa Alive aus der Perspektive der Frauen. Zu sehen sind im Filmforum die die Filme „Sama – die Spur“ aus den Jahren 1982 bis 1988 von Nejia Ben Mabrouk und „Mossane“ aus dem Jahr 1996 von Safi Faye, der großen Damen des senegalesischen Films, die am Dienstag, 4. Februar, im Filmmuseum und Mittwoch, 5. Februar, im Filmforum anwesend sein wird.

Einen Rückblick auf die Geschichte des afrikanischen Kinos bietet auch die Ausstellung „Große Persönlichkeiten des afrikanischen und karibischen Kinos“, die anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Cinémathèque Afrique in Paris zusammengestellt wurde und in Zusammenarbeit mit dem Institut Français im Filmforum Höchst gezeigt wird.

Africa Alive ist eine Zusammenarbeit des Deutschen Filmmuseums Frankfurt, des Filmforum Höchst der Volkhochschule, Afroton, Dialog international und der Medienzentrale der EKHN und wird unterstützt von der Hessischen Filmförderung, dem Institut Francais/Cinématheque Afrique (Paris), dem Insitut Francais d´ histoire en Allemagne (Frankfurt), dem Filmhaus Frankfurt, dem Amt für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt sowie dem Kulturamt der Stadt Frankfurt.

Das gesamt Festivalprogramm ist unter www.africa-alive.de oder im gesonderten Festivalflyer zu finden.

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