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21.07.2017 um 13:30 Uhr

25 Jahre Christopher Street Day

Der Christopher Street Day hat das Gesicht der Stadt Frankfurt geprägt

Unter dem Motto „Bunte Vielfalt statt braune Einfalt“ fand in diesem Jahr der 25. Christopher Street Day (CSD) vom 14.07. – 16.07.2017 in Frankfurt am Main statt. Diesjährig eröffnete die Dezernentin für Integration und Bildung, Frau Sylvia Weber, im Namen der Stadt Frankfurt am Main den CSD. Auch das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) der Stadt Frankfurt am Main hat sich mit einem eigenen Infostand und Aktionen daran beteiligt.

Im Jahr 2017 ist der Christopher Street Day (CSD) in Frankfurt am Main ein ganz besonderer: es ist das 25. Jubiläumsjahr und folgt der vor kurzem beschlossenen Ehemöglichkeit für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Zudem unterstützt das Amt für multikulturelle Angelegenheiten diesjährig den CSD Frankfurt mit einer Summe von rund 10.000 €. Die Dezernentin für Integration und Bildung,  Sylvia Weber, eröffnete,  wie es Tradition ist, über das Hissen der Regenbogenfahne auf dem Römerbalkon die Parade.  

Bei ihrem Grußwort erinnerte Frau Weber auch an den ersten CSD in Deutschland. Dieser fand 1972 in Münster statt. In Frankfurt organisierten im Sommer 1992 Bürger_innen für das Recht zu lieben und zu leben eine sehr erfolgreiche Aktionswoche und gingen dann auf die Klingerstraße. Dort erkämpften Sie sich einen Freiraum und machten sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten zum Thema. Diese Frankfurter_innen haben in den vergangenen 25 Jahren das Gesicht der Stadt Frankfurt am Main mitgeprägt und „dazu beigetragen, dass Frankfurt so offen und vielfältig ist“ so Frau Weber. Sie appellierte an die LSBTIQ-Communities und CSD-Aktivist_innen „Bleibt dabei! Kämpft weiter für Anerkennung!“

Die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen und andere Mitarbeitende des AmkA standen auf der „Großen Friedberger Straße“ für alle Fragen und Anregungen rund um LSBTIQ-Themen und die Arbeit des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten zur Verfügung.  

Neben einer Auswahl an vorurteilsbewussten Kinderbüchern und Spielen mit LSBTIQ-Bezug bekam am Stand das AmkA-Glücksrad besonders viel Aufmerksamkeit. Hinter dessen Speichen wartete ein LSBTIQ-Quiz mit vielen spannenden Fragen auf die Besuchenden. Interessierte bildeten teils lange Warteschlangen um mitmachen zu dürfen. Diesjährig wurden Fragen rund um die LSBTIQ-Themen, „Sprache und Begriffe“, „Gesetze und Geschichte“, „LSBTIQ-Gedenken“, „LSBTIQ- Symbole“, „Coming-Out“ und „Queerbeet“ gestellt. Auch dieses Jahr waren manche Fragen für bewanderte Personen aus den LSBTIQ-Communities neu. „Wofür stehen die Buchstaben LSBTIQ?“, „Was ist der rosa Winkel und wofür steht dieser?“,  „Wie heißt das Memorial für die HIV/AIDS Verstorbenen in Frankfurt am Main?“ oder „Lassen sich in den Abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) eindeutige Aussagen finden, die Homosexualität missbilligen?“ sind beispielhafte Fragen aus dem Quiz.  

Die diesjährigen Schwerpunkte am AmkA-Stand bildeten die Themen LSBTIQ-Gedenkkultur, LSBTIQ-Willkommenskultur und LSBTIQ-Symbole. Das AmkA war diesjährig verstärkt im Programm vertreten, wie beispielsweise bei der „Gedenkminute“ auf der kleinen Kulturbühne. Dort erinnerte die LSBTIQ-Koordinierungsstelle an die verstorbenen HIV-Positiven und an alle LSBTIQ-Menschen, die Repressalien erleiden mussten. Im Gedenken daran stiegen schwarze Ballons zum Himmel auf.

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