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14.09.2015 um 13:45 Uhr

Birkenfeld und Frank treffen Vorkehrungen für den Ernstfall in Frankfurt

Notversorgung für über Ungarn eingereiste Flüchtlinge ist angelaufen

Die Stadt Frankfurt hat Vorkehrungen getroffen, um bei Bedarf eine Notversorgung für Flüchtlinge anbieten zu können, die am Frankfurter Hauptbahnhof ankommen und in den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen keinen Platz mehr finden. „Seit Samstag ist der Sondereinsatzstab aktiviert“, sagt Stadtrat Markus Frank.

Stadträtin Daniela Birkenfeld bietet dem hessischen Innenministerium an, dass Frankfurt in den kommenden Wochen erhöhte Zuweisungen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen aufnimmt, um Platz für die am Wochenende neu eingereisten Menschen zu schaffen: „Mit Blick auf die schwierige Situation in München ist jetzt Solidarität geboten."

Etwa 1.000 Flüchtlinge, die über Ungarn nach Deutschland eingereist sind, erreichten bereits am Samstag den Hauptbahnhof Frankfurt. Die Mehrzahl konnte in eine der hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen weiterfahren. 34 Flüchtlinge, für die am Abend keine andere Lösung mehr gefunden werden konnte, hat die Stadt Frankfurt vorrübergehend in der Turnhalle der Franz-Böhm-Schule untergerbacht, die vor einer guten Woche für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet wurde. Weitere 44 Flüchtlinge wurden in die Fabriksporthalle in Fechenheim-Nord gebracht.

Bisher sind 55 Personen aufgenommen und in die Franz-Böhm-Schule gebracht worden. Der für Sport und Feuerwehr zuständige Stadtrat Frank stellte am Samstag die Fabriksporthalle für die Notversorgung zur Verfügung und beauftragte die Feuerwehr mit der Vorbereitung, die unmittelbar nach dem Ende des Ligabetriebs begann. Stadträtin Birkenfeld hatte ihren Kollegen darum gebeten, nachdem sie am Samstagmorgen vom hessischen Innenministerium über mögliche Versorgungsengpässe in den Erstaufnahmeeinrichtungen informiert worden war.

„Wir wissen, dass wir der Bevölkerung durch die Nutzung von Sporthallen viel Solidarität abverlangen“, betonen Birkenfeld und Frank. Dem Magistrat sei es aus humanitären Gründen aber sehr daran gelegen, eine Notunterbringung in Zelten zu vermeiden. Das Sportamt wird sich in der kommenden Woche so schnell wie möglich mit den betroffenen Vereinen in Verbindung setzen.

Birkenfeld und Frank loben die Besonnenheit und Routine, mit der die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der übrige Verwaltungsstab sowie die Hilfsorganisationen seit Samstag die erforderlichen Vorkehrungen für die Notversorgung treffen. Ihr besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern am Frankfurter Hauptbahnhof, die die ankommenden Flüchtlinge gemeinsam mit den Hilfsorganisationen versorgen: „Die große Hilfsbereitschaft der Frankfurter macht uns stolz.“

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