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09.02.2016 um 15:00 Uhr

Das Herz öffnen

Kirchendezernent Becker betont Bedeutung der Fastenzeit

Mit dem Ende der Fastnachtszeit beginnt am morgigen Aschermittwoch, 10. Februar, die Fastenzeit. Diese dauert bis Karsamstag, 26. März, an. Kirchendezernent Uwe Becker weist auf die Bedeutung der Fastenzeit vor Ostern hin, die „eine Zeit für Einkehr, Umkehr und Besinnung“ sei.

„Sich mit den christlichen Werten auseinanderzusetzen kann helfen, sich selbst in der Gesellschaft und der Welt zu verorten. Wir sollten diese Zeit dazu nutzen, aus den eigenen Gewohnheiten auszubrechen, uns für Neues zu öffnen und Altes loszulassen. Das tut der Seele gut. Verzicht kann zudem dem Körper durchaus wohltun“, sagt Becker, der mit gutem Beispiel voran geht und in der Fastenzeit auf Süßigkeiten verzichtet.

Sei es der Verzicht auf Alkohol, Fleisch oder Süßigkeiten, Fernsehkonsum oder das Auto − die Möglichkeiten für die Fastenden sind vielfältig. Die Evangelische Kirche befasst sich in diesem Jahr mit einem leidenschaftlichen Organ und hat das Motto „Großes Herz! Sieben Wochen ohne Enge“ gewählt. Sieben Wochen sind die Fastenden dazu eingeladen, zu entdecken, was ihr Herz weit macht.

„Mit einem weiten, großen Herzen lassen sich Grenzen überwinden. Barmherzigkeit, so verrät schon der Name, aber auch Mitmenschlichkeit, entstehen im Herzen. Wenn es sich nicht verhärtet und verschließt, hat es viel Platz für andere. Einander ins Herz schließen, sich am Glück des anderen freuen, den eigenen Neid weglachen, teilen, gönnen und verzeihen – daran wächst unsere Gesellschaft“, betont Becker.

Als Fastenzeit wird der 40-tägige Zeitraum des Fastens und Betens zwischen Aschermittwoch und Karsamstag zur Vorbereitung auf Ostern, auf die Botschaft der Auferstehung, bezeichnet. Seit dem Tode Jesu Christi erinnern sich Christen in diesen Wochen an dessen Leiden und Sterben. Kalendarisch dauert die Fastenzeit allerdings länger als 40 Tage, weil man die Sonntage als Feiertage vom Fasten und Büßen ausgenommen hat.

Insbesondere in bewegten Zeiten wie diesen, in denen es auf der ganzen Welt Krisenherde gibt und über 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind, sei es wichtig, auch an die zu denken, denen es weniger gut gehe, hebt Becker hervor. Frankfurt am Main hat im vergangenen Jahr rund 4.000 zugewiesene Flüchtlinge aufgenommen. „Nicht alle werden bleiben können. Wir sollten jenen für die Frankfurt dauerhaft zur neuen Heimat wird mit einem offenen Herzen begegnen und uns weiterhin dafür einsetzen, ihre Lage zu verbessern und ihnen einen möglichst guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen“, sagt Becker.

„Die Fastenzeit hat einen christlichen Hintergrund, dessen man sich bewusst sein sollte, doch alle Menschen, ob christlichen Glaubens oder nicht, können diese sieben Wochen dafür nutzen, sich mit der eigenen Situation und der anderer Menschen auseinanderzusetzen. Ein offenes Herz weitet den Blick und macht empfänglicher für Begegnungen und Erfahrungen.“

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Uwe Becker

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