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19.01.2015 um 12:00 Uhr

"Die Pressefreiheit zählt zu den höchsten Gütern einer Demokratie!"

Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg zur Pressefreiheit in Frankfurt

Nach den jüngsten Ereignissen in Paris äußert sich Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg zur Pressefreiheit in Frankfurt: "Die Pressefreiheit zählt zu den höchsten Gütern einer Demokratie. 86 Prozent der Weltbevölkerung lebt jedoch in Ländern, in denen diese teilweise oder ganz eingeschränkt ist – sei dies von staatlicher oder nichtstaatlicher Seite. Die Freiheit der Presse ist ein hohes Gut, das es stets aufs Neue zu verteidigen gilt. Unsere Demokratie, wie wir sie heute in Europa kennen, ist eine große Errungenschaft und nicht immer war diese selbstverständlich. Die Demokratie und die Freiheit in Europa und in Deutschland sind mir sowohl persönlich als auch als Integrationsdezernentin daher sehr wichtig.

Angriffe, wie sie in Paris auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo stattgefunden haben, verurteile ich aufs Schärfste. Wenn Menschen aufgrund ihrer Meinungsäußerung angegriffen, gar getötet werden, dann ist dies zugleich auch ein Angriff auf die Freiheit unserer Gesellschaft. Auch in Frankfurt wurde ein Redakteur angegriffen und bedroht, weil er eine Zeitung las, auf deren Titelseite eine Zeichnung Charlie Hebdos zu sehen war. Auch diesen Angriff verurteile ich ebenso wie die Einschüchterung von Kioskbesitzern, weil sie Satiremagazine verkaufen, aufs Schärfste. Unsere Aufgabe als Gesellschaft ist es, sich für Freiheit und Menschenrechte einzusetzen.

Wenn wir die Freiheit verlieren, Satire zu machen, Satire zu verkaufen, Satire zu konsumieren, dann verlieren wir nicht nur diese Freiheit, sondern auch einen Teil unserer Demokratie. Denn die Freiheit des Anderen auszuhalten, die Freiheit, einer anderen Religion anzugehören, religiös oder nichtreligiös zu sein, die Freiheit, eine andere Meinung zu haben, das ist es, was unsere Demokratie auszeichnet. Auch in Zukunft müssen wir Dialoge führen und dürfen uns nicht spalten lassen. Gemeinsam müssen wir als Gesellschaft für Demokratie kämpfen. Nur so ist ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt möglich."

Adresse

Dezernat XI - Integration und Bildung

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