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27.01.2016 um 10:00 Uhr

Dr. Eskandari-Grünberg zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Heute, am 27. Januar 2016 jährt sich zum 71. Mal der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Auch und besonders in diesem Jahr gemahnt uns dieser Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus daran, dass es in diesem Land keinen Platz für Populismus, Antisemitismus, Rechtsradikalismus, Homophobie und Diskriminierung geben darf. Wir tragen in diesem Land eine besondere Verantwortung.

Brennende Asylbewerberunterkünfte und Hetze gegen Menschen, die als Flüchtlinge bei uns Schutz suchen, sind auf das Schärfste zu verurteilen und mit allen Mitteln unseres Rechtstaats zu verfolgen. Wir sind als demokratische Gesellschaft gefordert, uns klar zu positionieren. Fackelzüge rechter Gruppen, wie sie in einigen Städten geplant sind, sind ein Affront gegenüber all den Opfern des Nationalsozialismus, sie sind ein Affront gegenüber den Geflüchteten und sie sind ein Affront gegen unsere Demokratie.

Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, wie wir sie heute in Deutschland kennen sind keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Errungenschaft all jener, die dafür gekämpft haben. Diese Werte sind es auch, die die Grundlage unseres Zusammenlebens ausmachen. Wir in Frankfurt leben in einer Stadt, in der Vielfalt zuhause ist. In Frankfurt leben Menschen aus 180 Nationen, knapp 50 Prozent der Menschen haben einen Migrationshintergrund und Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Identität haben in dieser Stadt keinen Platz.

Stattdessen geht es darum, sich für ein friedliches Zusammenleben aller einzusetzen. Integrationspolitik, die für Teilhabe und Chancengerechtigkeit steht, spielt hierbei eine wichtige Rolle. Denn nur, wenn Menschen an unserer Gesellschaft teilhaben können und dürfen, können wir von einem gleichberechtigten Miteinander sprechen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass auch die Menschen, die vor Krieg und Verfolgung zu uns fliehen, eine Chance bekommen, an dieser Gesellschaft teilhaben zu können.

Teilhabe das heißt Zugang zu Sprache, Zugang zu Bildung, Zugang zum Arbeitsmarkt. Das heißt aber auch Befähigung zur Teilhabe an unserer Demokratie, an unserem Gesundheitssystem, an unserem Bildungssystem und an unserem gemeinsamen Miteinander. Zu diesem gemeinsamen Miteinander gehört auch das Bewusstsein für die Geschichte dieses Landes und ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser. 

Adresse

Dezernat XI - Integration und Bildung

Hasengasse 4
60311 Frankfurt am Main

E-Mail: integrationsdezernat@stadt-frankfurt.de
Telefon: 069-21233112
Fax: 069-21230722
Web: www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de

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