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02.03.2015 um 10:15 Uhr

Eine besondere Freundschaft

Stadtkämmerer Becker diskutiert bei Jugendkongress über die deutsch-israelischen Beziehungen

Vor 50 Jahren sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel aufgenommen worden. Ein guter Anlass, um sich näher mit diesen besonderen Beziehungen zu befassen. Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland widmet ihren in Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland in Berlin veranstalteten Jugendkongress diesem Thema. Am Freitag, 27. Februar, beteiligt sich Stadtkämmerer und Kirchendezernent Uwe Becker an der Podiumsdiskussion zum Thema „Die deutsch-israelischen Beziehungen, gestern−heute−morgen“. Neben Stadtkämmerer Becker nehmen unter anderem der Israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, sowie Abgeordnete des Deutschen Bundestages und der Knesset teil.

„Es ist wichtig, sich intensiv mit der Vergangenheit zu beschäftigen, denn diese prägt nachhaltig unser Handeln in Gegenwart und Zukunft. Gleichzeitig ist es aber wichtig, nach vorne zu sehen und weiterhin gemeinsam für ein friedliches Miteinander einzutreten. Vor dem Hintergrund der jüngsten Anschläge in Paris und Kopenhagen auch gegen jüdische Einrichtungen und Menschen, wird die Kostbarkeit unseres friedlichen Miteinanders in Europa besonders deutlich. 50 Jahre lang haben wir daran gearbeitet, dieses zu erhalten und auszubauen. Nun müssen wir gemeinsam für den Erhalt eines toleranten, offenen und friedliebenden Europas eintreten“, sagte Becker.

Nicht nur jährt sich die Aufnahme der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen zum 50. Mal, am 27. Januar dieses Jahres jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 70. Mal. „Was damals geschehen ist, darf nie wieder geschehen. Wir müssen gemeinsam für die Freiheit und Vielfalt in unserer Stadt eintreten. Daher begrüße ich es sehr, dass die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland und der Zentralrat der Juden in Deutschland sich im Rahmen des Jugendkongresses mit den deutsch-israelischen Beziehungen befassen. Es sind die jungen Generationen, die das Fortbestehen der Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern bewahren und ausweiten werden. Dafür ist ein offener und sensibler Umgang mit diesem Thema erforderlich“, betonte Becker.

Den einmal jährlich stattfindenden Jugendkongress besuchen rund 300 Teilnehmer. Er bietet an vier Tagen ein umfangreiches Programm, bestehend aus Vorträgen, Workshops, Diskussions- und Gesprächsrunden.

Für Stadtkämmerer Becker steht bei der Podiumsdiskussion auch die Verbundenheit Frankfurts zu Israel im Fokus: „Die deutsch-israelische Freundschaft ist gerade für die Stadt Frankfurt als Partnerstadt von Tel Aviv von ganz besonderem Stellenwert. Frankfurt blickt auf eine große jüdische Tradition zurück, die durch die verbrecherische Zeit des Nationalsozialismus leider eine jähe Zäsur erfahren hat. Heute ist Frankfurt stolz auf seine inzwischen wieder große und aktive jüdische Gemeinde. Gerade auch die jüdischen Familien haben unsere Stadt durch ihr Wirken geprägt. Umso mehr ist die tiefe Verbundenheit Frankfurts zu Israel auch Teil der Identität unserer Stadt und ihrer Gesellschaft“, strich Stadtkämmerer Becker heraus und führte weiter aus: „Frankfurt verdankt seine heutige Bedeutung in vielerlei Hinsicht gerade auch den großen jüdischen Familien, die hier gelebt, gewirkt und gestaltet haben. Umso mehr ist die enge Freundschaft Frankfurts zu Israel auch Teil der Identität unserer Stadt und ihrer Gesellschaft.“

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