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11.05.2021 um 11:45 Uhr

"Engagiert für Geflüchtete": Bildungspotenziale in gesellschaftlichen Räumen

Präsentationen des Fachtags zum Nachlesen

Wie funktioniert produktives Lernen auch über traditionelle Bildungsinstitutionen hinaus? Unter anderem darum drehte sich der digitale Fachtag "Engagiert für Geflüchtete: Welche Bildungspotenziale bergen Vereine und Nachbarschaftsinitiativen?". Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes "Ankommen. Zugänge zu Bildung und Gesellschaft" virtuell mit insgesamt rund 60 Teilnehmer:innen am 10. Dezember 2020 und 28. Januar 2021 statt. Auf dieser Seite finden Sie die Präsentationen der Veranstaltung zum PDF-Download.

Lernen jenseits formaler Bildungskontexte

Zum Auftakt der Veranstaltung am 10. Dezember 2020 erläuterte Prof. Dr. Christiane Hof vom Lehrstuhl für Erwachsenenbildung und Lebenslanges Lernen an der Goethe-Universität Frankfurt in ihrem Vortrag "Lernen jenseits formaler Bildungskontexte. Zur Bedeutung der Zivilgesellschaft (nicht nur) für Geflüchtete", wie Lernprozesse im Engagement erfolgen. Dabei reflektierte sie die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Schaffung von informellen Lernräumen für Geflüchtete, um auch abseits klassisch-hierarchischer Bildungsinstitutionen nach Wegen des gemeinsamen Lernens zu suchen. Im Anschluss an den Vortrag bot ein Praxisgespräch Raum zur Reflexion.

Bibliotheken als offene Bildungsorte

Im zweiten Vortrag zum Thema "Bibliotheken als offene Bildungsorte. Perspektiven der interkulturellen Bibliotheksarbeit am Beispiel der Stadtbücherei Frankfurt am Main" stellte Dr. Silke Schumann von der Stadtbücherei Frankfurt die vielfältigen Angebote des Bildungssortes Bibliothek vor. Kompetenzvermittlung und Bildungsangebote finden auch in diesen besonders niedrigschwelligen Lernorten statt. So werden Bibliotheken zu Orten des Engagements für ein sehr diverses Publikum. Im anschließenden Praxisaustausch mit Silja Dickemann (Koordinatorin des Mentoring-Programmes SOCIUS) wurden sowohl Potenziale als auch die Relevanz von Mentoring bekräftigt, um Brücken in Lernorte wie Bibliotheken zu schlagen.

Für- und miteinander die Stadt gestalten

Dr. Des. Harpreet Cholia  befasst sich in ihrem Beitrag mit den gesellschaftlichen Entwicklungen und der Lage von Menschen, die seit Sommer 2015 neu nach Deutschland gekommen sind: mit der anfänglichen Willkommenskultur und viel ehrenamtlichem Engagement, aber auch mit der Frage nach Lebens-Perspektiven für die Menschen oder der Zunahme von Rassismus. Cholia schlägt beispielswese vor, bei Integrationsangeboten die tatsächlichen Lebensumstände der Menschen zu berücksichtigen und Räume zur aktiven Auseinandersetzung mit erlebter Diskriminierung zu schaffen.

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