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02.07.2015 um 17:00 Uhr

„Familien sind die wichtigste Bildungsinstitution, die wir haben“

Rita Süssmuth und Nargess Eskandari-Grünberg geben Startschuss für „familY-Programm“.

Prof. Dr. Rita Süssmuth, Vorstandspräsidentin des buddY E.V., gab heute gemeinsam mit Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt, den Startschuss für das „familY-Programm". Die Schirmherrschaft übernehmen: der Hessische Ministerpräsident und Kuratoriumsvorsitzende der Landesstiftung „Miteinander in Hessen", Volker Bouffier, für das Land Hessen und Dr. Günter Paul, Erster Administrator der Frankfurter Bürgerstiftung, für die Stadt Frankfurt am Main.

Familien sind für die Erziehung zuständig, Schulen kümmern sich um die Bildung der Kinder – so ist die verbreitete Denkweise. Das familY-Programm, das der buddY E.V. zusammen mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten jetzt in Frankfurt startet, setzt bewusst bei Familien in ihrer Bedeutung als zentraler Bildungsinstitution an. Denn: Es ist wissenschaftlich unumstritten, dass das Elternhaus den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen maßgeblich beeinflusst. „Eltern dafür zu sensibilisieren, dass sie selbst für den Bildungserfolg im Sinne eines gelingenden Lebens ihrer Kinder verantwortlich sind, ist unser Ziel", erläutert Süssmuth. „Sie sollen darin gestärkt werden, die häuslichen Lernausgangsbedingungen für ihre Kinder zu verbessern."

Frankfurt startet durch: „Familie schafft Chancen"

Zur Zielgruppe des neuen Programms zählen vor allem Eltern mit Kindern im Vorschulalter aus den Frankfurter Stadtteilen Bonames, Griesheim und Nordweststadt/ Heddernheim. Vier Elterngruppen, bestehend aus durchschnittlich acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern, treffen sich seit Mai bis Oktober 2015 insgesamt zwölf Mal. Die Treffen werden von sieben familY-Begleiterinnen und -Begleitern (ausgebildete Fachkräfte) moderiert und gliedern sich in drei Phasen: 1. Mein Kind lernt immer (Treffen 1-4), 2. Mein Kind kommt in die Schule (Treffen 5-8), 3. Mein Kind wird selbstständig (Treffen 9-12).

„Ich freue mich, dass das familY-Programm in Frankfurt starten konnte. Im Zusammenwirken mit anderen Maßnahmen und in Kooperation mit den Kitas und Grundschulen ist das familY-Programm ein großer Gewinn für die Stadt. Sehr gern unterstützt das Amt für multikulturelle Angelegenheiten die Anbindung in den Stadtteilen und die Gewinnung geeigneter familY-Begleiterinnen", sagt Eskandari-Grünberg. „Ich erlebe, dass die Eltern ihre Kinder beim Schuleintritt bestmöglich unterstützen wollen, aber nicht wissen, wo und wie sie ansetzen können", berichtet Ha-nane Arrahmouni. Sie ist familY-Begleiterin in einer Gruppe am Kinder- und Familienzentrum Griesheim. „Das Programm gibt den Eltern Techniken und Praxistipps für den Lernalltag zu Hause an die Hand. Es bietet zugleich Anlässe für den intensiven Austausch der Eltern untereinander und unterstützt so ihr Lernen voneinander."

Ein innovatives Programm mit starken Förderern

„Eltern wollen den Bildungserfolg ihrer Kinder unterstützen, wissen aber nicht immer wie. Zwischen Kita und Schule wird der "Bildungsort Familie" oft unterschätzt oder gar nicht wahrgenommen. Hier setzt das familY-Programm mit seinen geschulten familY-Begleitern an, die den Eltern helfen, ihre Familie als wichtiges Lernfeld zu begreifen und zu erleben – im ganz normalen Alltag. Der Erfolg an anderen Standorten zeigt, dass der Ansatz des familY-Programms wirkt. Die Landesstiftung ‚Miteinander in Hessen‘ freut sich, dass sie gemeinsam mit der Frankfurter Bürgerstiftung einen substantiellen Beitrag dazu leisten kann, den hohen Stellenwert der Familie als Bildungsgemeinschaft aufzuzeigen und damit auch das Miteinander von Eltern, Kindern und Schule zu stärken", sagt die stellvertretende Vorsitzende der Landesstiftung „Miteinander in Hessen", Dr. Marie-Luise Stoll-Steffan.

„Wir wollen ursachenorientierte nicht symptomorientierte Arbeit unterstützen und somit ein nachhaltiges Bildungs-Programm ermöglichen. Das familY-Programm beginnt nicht erst bei den Kindern, sondern greift viel früher ein", sagt Clemens Greve, Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung. „Als Projektträger danken wir der Landesstiftung ‚Miteinander in Hessen‘, dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt, der Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession und den Freunden und Förderern der Frankfurter Bürgerstiftung für Ihre Unterstützung."

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Lange Straße 25-27
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Fax: 069-212-37946
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