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09.09.2014 um 10:30 Uhr

"Flüchtlinge müssen möglichst früh integriert werden"

Nargess Eskandari-Grünberg begrüßt Vorschlag zur Erleichterung der Arbeitsaufnahme von Asylbewerbern

Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg begrüßt die Stellungnahme des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, der sich dafür aussprach, die Arbeitsaufnahme für Asylbewerber zu erleichtern und die Vorrangprüfung zu vereinfachen.

„Flüchtlinge müssen möglichst früh integriert werden“, so die Integrationsdezernentin. Hier asylsuchende Flüchtlinge würden oft jahrelang auf einen Bescheid warten. Dies sei wertvolle Zeit, die besser genutzt werden könne. Wichtig für eine Arbeitsaufnahme ist für die Dezernentin auch das Erlernen der deutschen Sprache. „Für eine Integration in den Arbeitsmarkt bedarf es zuerst einer Sprachförderung. Diese muss möglichst früh gewährleistet werden.“ Früh müsse auch über den Bescheid des Asylantrags entschieden werden – ein jahrelanges Warten in Unsicherheit und Untätigkeit sei für die Flüchtlinge unzumutbar.

Viele der hier ankommenden Flüchtlinge seien als Ärzte, Rechtsanwälte und Handwerker hochqualifiziert. Wenn Unternehmen dringend nach Arbeitskräften suchen und Asylbewerber nach einer Arbeitsbeschäftigung, ist eine vereinfachte Vorrangprüfung nach Ansicht der Integrationsdezernentin ein Weg, von dem beide Seiten profitieren könnten. Denn gerade in Flüchtlingsunterkünften sei das Leben für die meisten Flüchtlinge monoton, trist und ohne jegliche sinnvolle Beschäftigung. Eine frühzeitige Integration durch Sprachkurse und die Aufnahme von Arbeit ist für die Dezernentin gleich aus mehreren Perspektiven sinnvoll: Bei einem bewilligten Asylantrag besäßen die Asylbewerber bereits deutsche Sprachkenntnisse, sie würden den deutschen Arbeitsmarkt kennen und die oft jahrelange Zeit des Wartens sinnvoll nutzen können. Nicht zuletzt würden auch die Unternehmen vor Ort von hochmotivierten und teilweise hochqualifizierten Arbeitskräften profitieren.

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