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28.01.2015 um 14:00 Uhr

Frankfurt gedenkt der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 70 Jahren

„Das Gedenken an die Millionen ermorderter Menschen ist für eine demokratische, den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft unabdingbar. Die Erinnerung an die Schoah und den Weg dorthin müssen wir wach halten“, so Oberbürgermeister Peter Feldmann beim Gedenktag am Dienstag, 27. Januar, in der Paulskirche.

Der Oberbürgermeister nennt es in diesem Zusammenhang eine „kaum zu ertragende Schande, wenn Menschen jüdischen Glaubens und jüdische Schulen dauerhaft bewacht werden müssen, weil sie Drohungen und Hass ausgesetzt sind. Der Antisemitismus ist leider nicht aus unserer Gesellschaft verschwunden. Das Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist für uns zugleich ein klarer Handlungsauftrag für die Zukunft: Nieder wieder dürfen Jene Kräfte an die Macht kommen, die dies ins Werk setzten. Die Erfahrung des Nationalsozialismus muss uns immun machen gegen Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Wir in Frankfurt müssen dagegen zusammenstehen, wenn gegen Minderheiten gehetzt, wenn Sündenböcke gesucht und wenn zum Rassenhass aufgerufen wird. Primo Levi, ein Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz hat einmal gesagt: 'Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.' Alle demokratischen Kräfte, die Zivilgesellschaft, der Staat, jeder Einzelne ist aufgerufen, dies zu verhindern. Wir alle müssen begreifen: Unser Rechtsstaat, unsere Gesellschaft, unsere Demokratie, das sind wir alle, wir können unsere Verantwortung an niemanden delegieren. Das Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnert uns daran: Wir sind verantwortlich für unsere Taten, wie wir verantwortlich sind für unser Nichtstun“, so Peter Feldmann.

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