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04.09.2018 um 13:45 Uhr

Frankfurt setzt ein Zeichen für Vielfalt und gegen Rassismus

Dezernentin Sylvia Weber unterstützt „Rock gegen Rechts“

Am vergangenen Samstag, 1. September, besuchten Tausende Frankfurter „Rock gegen Rechts“ auf dem Opernplatz. Neben Oberbürgermeister Peter Feldmann befürwortete auch Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber die Aktion: „Rock gegen rechts steht in einer großen Tradition antifaschistischer Kulturprojekte. Musik verbindet und war immer ein bedeutender Teil der Friedensbewegung. Mein Dezernat und ich unterstützen die Veranstaltung deshalb gerne und voller Stolz.“ Gerade jungen Menschen werde hier von ihren Vorbildern gezeigt, dass es sich lohnt, zusammenstehen und immer wieder den Mund aufzumachen gegen Fremdenhass und für Frieden und eine gerechte Gesellschaft, sagte Weber. Und weiter: „Denn nicht nur die braunen Schlägertrupps und ihre politischen Unterstützer sind eine Gefahr. Auch jene, die Gewalt, Rassismus und Mobbing schweigend zur Kenntnis nehmen, tragen eine Mitverantwortung. Deswegen stellen wir uns ihnen heute entgegen und wir hören morgen nicht damit auf.“

Auch Peter Feldmann würdigte das musikalische Zeichen für Vielfalt und gegen Rassismus: „Im Januar 2015 waren 16.000 Menschen auf dem Römerberg und haben Fragida verhindert. Das war ein stolzer Tag für unsere Stadt. Das Konzert ,Rock gegen Rechts‘ ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für das friedliche und solidarische Zusammenleben in Frankfurt. Die Vielfalt macht uns erfolgreich. Wer das in Frage stellt, sägt den Ast ab, auf dem wir alle sitzen“, sagte der Oberbürgermeister während der Veranstaltung.

Zwischen 12 und 22 Uhr traten auf dem Opernplatz unter anderem DJ Shantel und die Musikerinnen Sookee, Fee und Baby Shoo, das Frankfurter Hip-Hop-Duo Azzis mit Herz sowie Frankfurter Schulbands auf. Rund 90 Organisationen beteiligten sich an „Rock gegen Rechts“, darunter der Paritätische Wohlfahrtsverband, die GdP, der Stadtschülerrat, die Jüdische Gemeinde und die Stadtversammlung der Katholiken. Die Stadt Frankfurt förderte die Veranstaltung finanziell. Auch der Haupt-Organisator, Frankfurts DGB-Chef Philipp Jacks, sprach zum Publikum. Ebenso waren die Bundestagsvizepräsidentinnen Petra Pau (Linke) und Claudia Roth (Grüne) anwesend.

Die große Feier der Vielfalt fand in diesem Jahr vor einem ernsten Hintergrund statt: „Geistige Brandstifter und rechte Populisten stellen unsere offene Gesellschaft in Frage. Das lassen wir in Frankfurt nicht zu. Vielfalt, Respekt und Emanzipation – dafür stehen wir! Meine Botschaft lautet: Ja, die Mitläufer und Verirrten wollen wir erreichen. Doch zugleich ist auch klar: Es gibt keine Entschuldigung für menschenfeindliche Gesinnung!“, sagte Frankfurts Stadtoberhaupt und betonte, dass Frankfurt mit der Veranstaltung ein deutliches und lautstarkes Zeichen für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Respekt sende – die Schlüssel für eine funktionierende Zivilgesellschaft.

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