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14.11.2014 um 17:00 Uhr

Gemeinsam Gutes tun.

Basketballtraining für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Gemeinsam Gutes tun. Unter diesem Motto organisierte die Integrationsdezernentin Dr. Eskandari-Grünberg gemeinsam mit dem Internationalen Familienzentrum (IFZ), den FRAPORT SKYLINERS, dem DRK und der Sophienschule ein Basketballtraining für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Schutz, Humanität und gute Taten

„Die ersten Erfahrungen, die Menschen, die zu uns kommen, machen, sollen positiv sein. Schutz, Humanität und gute Taten stehen für mich an oberster Stelle. Denn wie wichtig dies ist, kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Daher  wollen wir für die jugendlichen Flüchtlinge etwas Gutes tun. Wir wollen die Willkommenskultur weiter fördern. Dieses Modell soll ein Vorbild für weitere Aktionen sein“, so die Dezernentin, „denn die erste Erfahrung, die Flüchtlinge in unserem Land machen sollen ist, dass bei uns die Würde des Menschen unantastbar ist.“ Diese Menschen haben Furchtbares erlebt – in ihren Heimatländern und auf der Flucht.

Ankommen in Deutschland positiv gestalten

Sie sind oft mehrfach traumatisiert, suchen nach einer neuen Heimat, wollen sich integrieren, aber sie sind zum Warten verdammt.  „Das Warten und die Unsicherheit können in so einer Situation verheerend wirken.“ so die Dezernentin. Auch Karsten Althaus,  Geschäftsführer des IFZ hält es für dringend notwendig, die Clearingphase für die Jugendlichen möglichst kurz zu halten. „Die momentane Situation mit einer Länge der Clearingphase von bis zu einem Jahr ist nicht tragbar.“ Das IFZ sieht es, aus seiner langjährigen Arbeit mit Migranten und im psychosozialen Bereich, als zentrale Aufgabe an, sich um die minderjährigen Flüchtlinge professionell zu kümmern und deren Ankommen in Deutschland positiv zu gestalten. Damit wird der wichtigste Grundstein für die weitere Entwicklung und die Integration als zukünftiges wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft geschaffen. Um diese Willkommenskultur pragmatisch zu gestalten, hat sich der FRAPORT SKYLINERS e.V., der gemeinnützige Verein des Basketball-Bundesligisten, bereit erklärt, mit den Jugendlichen Basketball zu spielen. Geschäftsleiter Jonas Thiele betont die integrative Wirkung des Basketballs, das Gemeinsinn und Fairness fördere.

Basketball macht Schule 

Im Projekt Basketball macht Schule engagieren sich die FRAPORT SKYLINERS in derzeit insgesamt 140 wöchentlichen Schul-AGs für Frankfurter Jugendliche. So auch an der Sophienschule – wo die Basketballer just an diesem Tag mit den Schülerinnen und Schülern der Sophienschule eine Trainingseinheit haben. Der Leiter der Sophienschule Herr Ostmann freut sich über dieses Projekt und betont, den inklusiven Charakter der Schule.  Besonders  hebt er in diesem Zusammenhang die Seiteneinsteigerkurse der Schule und  einen ehemaligen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling hervor, der an der Sophienschule  seinen qualifizierenden Hauptschulabschluss machte und nun dort auch seinen Realschulabschluss absolvieren wird.

Sprachliche und psychosoziale Betreuung

Dass es aber trotz aller Erfolgsgeschichten noch viel zu tun gebe, macht Integrationsdezernentin Dr. Eskandari-Grünberg klar, in dem sie auf die Situation begleiteter minderjähriger Flüchtlinge hinweist, die anders als die unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlinge, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Sprachliche und psychosoziale Betreuung müsse auch hier geleistet werden – diese dürfen nicht von freiwilligen Leistungen der Stadt oder ehrenamtlichem Engagement abhängig sein. Was Herrn Althaus vom IFZ momentan beschäftigt, ist die dringende Frage nach Räumlichkeiten für die Jugendlichen.

Insgesamt sind die Veranstalter mit der Aktion sehr zufrieden. Ich möchte mich für die Umsetzung unserer gemeinsamen Idee bei der Dezernentin bedanken, so Dierk Dallwitz, Geschäftsführer des DRK Frankfurt. „Wir hatten gemeinsam diese Idee für diesen Event geboren. Dass die Jugendlichen jetzt schon auf dem Platz stehen ist ein tolles Signal.“

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