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01.10.2013 um 17:00 Uhr

Integrationspreis 2013

Schiedsrichtervereinigung Frankfurt, Förderverein Roma e.V. und Theater Tiyatro Frankfurt e. V. sind Integrationspreisträger 2013

Die Stadt Frankfurt am Main verleiht zum 12. Mal den Integrationspreis in Anerkennung und Würdigung des Engagements von Personen und innovativen Projekten, die sich im alltäglichen Leben um die Integration und Gleichberechtigung aller Frankfurterinnen und Frankfurter gleich welcher Herkunft, Sprache oder kulturellen Prägung und Lebensweise verdient gemacht haben und für eine gegenseitige Anerkennung der Kulturen eintreten.

“Integration muss gelebt werden. Die diesjährigen Preisträger zeigen, dass Integration viele unterschiedliche Gesichter hat. Sie engagieren sich im Sport, im Theater und für Chancengleichheit. Sie arbeiten mit jungen Menschen, fördern die Entwicklung von Kunst und Kultur, schaffen Plattformen für gegenseitigen Austausch und machen sichtbar, dass das Thema Integration uns alle angeht“, sagt Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg.

Der Integrationspreis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird jährlich vergeben. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am 23. September beschlossen, dem Vorschlag der Jury zu folgen. Der Integrationspreis 2013 wird demnach zu gleichen Teilen mit je 5.000 Euro an die folgenden drei Preisträger vergeben:

Schiedsrichtervereinigung Frankfurt

Primäres Ziel der Schiedsrichtervereinigung Frankfurt ist es, für Fairness und Gerechtigkeit auf den Sportplätzen in Frankfurt zu sorgen; wichtige Komponenten sind die Integration, die Völkerverständigung und die Vermittlung von gegenseitigem Respekt. Gegründet wurde die Vereinigung im Jahr 1914 und ist im Hinblick auf das 100jährige Bestehen in 2014 eine der ältesten Vereinigungen in Deutschland. Mit einem vielseitigen Schulungs- und Programmangebot (z.B. Gewaltprävention, Gehörlosenfußball und Bolzplatzliga) zeigt die Schiedsrichtervereinigung deutlich, dass körperliche Auseinandersetzungen, Diskriminierung und Gewalt zwischen Spielern beim Fußballsport keinen Platz haben, sondern Fußball ein fairer, sportlicher Wettstreit ist. Die Schiedsrichtervereinigung Frankfurt hat das hohe Integrationspotential im Fußballsport im Rahmen seines Wirkkreises erkannt und benennt die Förderung der Integration explizit als Vereinsziel.

Förderverein Roma e. V.

Der Förderverein setzt sich seit 1996 für die in Frankfurt am Main lebenden Roma ein und unterstützt deren Wunsch nach Selbstbestimmung und Anerkennung. Die Vereinigung wendet sich gegen jede Form der Diskriminierung und versucht, eine Plattform für die Kommunikation und Verständigung zwischen Roma und Nicht-Roma zu schaffen.

Der Verein bietet den vielfältigen Roma-Traditionen eine geeignete öffentliche Plattform und unterstützt Roma in ihren Alltagsanliegen. Die Formen der Unterstützung und die Angebote des Vereins sind sehr vielfältig. Sie reichen von Informations-, Kultur- und Diskussionsveranstaltungen, Beratung und Betreuung, bis hin zu praktischen Hilfen und Gesprächen mit Vertretern von öffentlichen Stellen oder Privatpersonen. Durch eine Vielfalt von Projekten schafft der Förderverein Roma Vertrauen und baut innerhalb der Stadtgesellschaft interkulturelle Brücken im Bereich der Integration von Minderheiten in Frankfurt am Main.

Theater Tiyatro Frankfurt e. V.

Der Verein entwickelt seit rund zehn Jahren Projekte und Ideen für den interkulturellen Austausch der von Vielfalt geprägten Frankfurter Stadtgesellschaft. Die Begegnung und die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen und sozialkritischen Problemen in Deutschland und in der Türkei spielt in der künstlerischen Arbeit des Vereins eine große Rolle. Tiyatro Frankfurt schafft damit eine gelungene Verbindung zwischen dem Thema Integration und der Kunst. Die persönliche und berufliche Entwicklung von Künstlern und ihre Integration in die Gesellschaft ist dem Verein ein hohes Anliegen. Mit einem Team aus 25 Personen bietet Tiyatro Frankfurt vor allem der türkischen Sprache und Kultur eine eigene Bühne. Mit vielseitigen Angeboten, vor allem auch für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund fördert das Theater auch die Bildung einer neuen kulturübergreifenden Identität in der Einwohnerschaft. Die aufgeführten Theaterstücke sind modern und zeitgemäß und bieten den Zuschauern neben guter Unterhaltung vor allem die Möglichkeit, über Themen des Zusammenlebens nachzudenken.

Lobende Erwähnung; Auszeichnung durch Ehrenurkunde:

Pfarrer i. R. Albert Seelbach widmet sich seit Jahrzehnten den Belangen von Migranten im Alltagsleben und macht sich stark für das Zusammenleben und Zusammenwachsen von Menschen in Frankfurt, unabhängig von ihrer kulturellen oder religiösen Herkunft.

Frau Rosa Maria Liguori Pace engagiert sich für die Verbreitung der italienischen Sprache und Kultur in Frankfurt. Sie initiierte und entwickelte nicht zuletzt als Frankfurter Stadtverordnete zahlreiche Integrationsprojekte für Kinder, Frauen und ihre Familien.

Die Preise und die Ehrenurkunden werden bei einer Feierstunde am Dienstag, 26. November, um 19 Uhr im Kaisersaal des Römers von Eskandari-Grünberg überreicht. Nähere Informationen über den Integrationspreis gibt es hier oder auf der Homepages des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten.

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