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09.12.2016 um 09:30 Uhr

Integrationspreis 2016

"Afrika Kutlurprojekte", "Günter-Feldmann-Zentrum" und "IGS Eschersheim" sind Träger des Integrationspreis 2016

Die Stadt Frankfurt am Main hat zum 15. Mal den Integrationspreis verliehen. Die Auszeichnung würdigt das Engagement von Personen und innovativen Projekten, die sich im alltäglichen Leben um die Integration und Gleichberechtigung aller Frankfurterinnen und Frankfurter gleich welcher Herkunft, Sprache oder kulturellen Prägung und Lebensweise verdient gemacht haben und für eine gegenseitige Anerkennung der Kulturen eintreten. Der Integrationspreis ist mit 15.000,-- € dotiert und wird jährlich vergeben.

Die Symbolkraft des Frankfurter Integrationspreises ist seit 15 Jahren ungebrochen. Vor 350 Gästen aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft ehrten gestern, am 8.12.2016, Oberbürgermeister Peter Feldmann und die Dezernentin für Integration und Bildung, Sylvia Weber,  im Kaisersaal des Römers die diesjährigen Preisträger: „Afrika Kuturprojekte e.V.”, das „Günter-Feldmann-Zentrum e.V.“ sowie die „IGS Eschersheim“. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro ging an die drei Preisträger gleichermaßen. Eine weitere Ehrenurkunde erhielt die Initiative „Bridges – Musik verbindet“. 

 

Oberbürgermeister Peter Feldmann:„Integration in Frankfurt heißt mehr als eine Unterkunft, mehr als ein Sprachkurs. Eine Unterstützung mit dem Ziel echter, gleichberechtigter Teilhabe. Unsere Antwort auf die Herausforderung von Extremismus ist die Weltoffenheit einer demokratischen Gesellschaft. Ich danke den Menschen, die sich täglich engagieren, ob beruflich oder im Ehrenamt. Sie setzen sich ein für unsere Werte und für das Miteinander in unserer Gesellschaft.“

 

Dezernentin für Integration und Bildung, Sylvia Weber: „Mit dem Integrationspreis ehren wir Vorbilder. Wir ehren Botschafter. Botschafter für eine Stadt, die Menschen willkommen heißt und in ihre Gemeinschaft aufnimmt, unabhängig von ihrer Herkunft, Kultur oder Religion. Wir können die Begegnung der Kulturen und Religionen fördern, damit aus Verstehen gegenseitiges Verständnis wird und Vertrauen erwächst. Wir können die Vielfalt unserer Gesellschaft erleben und feiern.“

 

- „Afrika Kulturprojekte e.V.“

 

Der Verein „Afrika Kulturprojekte e.V.“ wirkt seit Jahren als kommunales Forum für interkulturellen Austausch über Politik und Kultur. Die Einrichtung ist ein wichtiges Sprachrohr der Frankfurter afrikanischen „Community“ und setzt sich für Toleranz und gegen Diskriminierung ein. Der Verein organisiert vielfältige Lesungen, Konzerte und Diskussionen. Ein Höhepunkt der Vereinsarbeit ist das „Afrikanische Kulturfest“, das in diesem Jahr zum elften Mal stattfand. „Afrika Kulturprojekte e.V.“ wirkt weit über die Stadtgrenzen hinaus und stärkt nachhaltig das multikulturelle Zusammenleben in der Stadt Frankfurt am Main.

 

- „Günter-Feldmann-Zentrum e.V.“

 

Seit 25 Jahren ist das „Günther-Feldmann-Zentrum“ eine zentrale Anlaufstelle für jüdische Migrant/innen aus der ehemaligen Sowjetunion in Frankfurt am Main. Es ist ein Ort der Erinnerung und leistet als pädagogisch-psychosoziale Beratungsstelle wertvolle Integrationsarbeit. Der Verein bietet für Jung und Alt Sprachkurse, Diskussionen sowie musikalische und kulturelle Veranstaltungen an. Mit Publikationen wie „Kriegskinder“ arbeitet das Zentrum die Kriegserinnerungen der in Frankfurt am Main lebenden jüdisch-russischen Bürger/innen mehrsprachig auf.

 

- „IGS Eschersheim“

In der Integrativen Gesamtschule in Eschersheim können Kinder und Jugendliche ungeachtet ihrer Herkunft gemeinsam lernen und miteinander leben. 

Die Einrichtung zeigt beispielhaft, wie Integration an Schulen gelingt. Durch vielfältige Projektinitiativen stärkt die IGS Toleranz und Offenheit unter den Mitschüler/innen und betreibt Prävention gegenüber Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz. Aktuell betreuen die Lehrkräfte vier Intensivklassen für Flüchtlingskinder aller Jahrgangsstufen. Vielfältiges Miteinander wird im Alltag gelebt. Somit ist die IGS ein anschauliches Beispiel für engagierte Integrationsarbeit an Frankfurter Schulen.

 


Eine lobende Erwähnung erhielt die folgende Initiative:

 

- „Bridges – Musik verbindet“

 

Seit Anfang diesen Jahres treffen sich regelmäßig rund 60 Musiker/innen aus aller Welt – darunter auch viele Geflüchtete - um als musikalisches Ensemble Musik zu komponieren. Die interkulturelle Gemeinschaftsarbeit zeigt wegweisend, wie unterschiedliche kulturelle Prägungen im Dialog Neues hervorbringen. Der Erfolg der Uraufführung der Kompositionen im Sendesaal des Hessischen Rundfunks beweist, dass die Initiative „Bridges – Musik verbindet“ sowohl integrativ wie musikalisch Maßstäbe setzt.

 

Adresse


Römerberg 27
60311 Frankfurt am Main

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