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21.11.2012 um 12:00 Uhr

Interkulturelle Hilfestellung in Rentenfragen

Zehn Jahre mehrsprachige Unterstützung

Seit zehn Jahren bildet das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) in Kooperation mit dem Versicherungsamt des Sozialdezernats und der Deutschen Rentenversicherung Hessen ehrenamtliche Rentenhelfer aus, die mehrsprachige und niedrigschwellige Unterstützung bei Rentenfragen bieten. Nun wurde dieses Jubiläum gemeinsam mit den Rentenhelfern und Kooperationspartnern gefeiert.

Das Engagement der vielen ehrenamtlichen Teilnehmer wurde von Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg und Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld gewürdigt. "Die Rentenhelfer sind wertvolle persönliche Begleiter auf dem langen Weg des Rentenantrags. Ihre eigentliche Bedeutung liegt aber vor allem darin, Migranten dabei zu unterstützen, ihren rechtmäßig erworbenen Anspruch auf eine Rentenleistung zu sichern.

Ich hoffe, dass dieses sehr erfolgreiche Konzept der Rentenhilfe auch in anderen Kommunen Schule machen wird", sagte Eskandari-Grünberg anerkennend zu den ehrenamtlichen Teilnehmern des Projekts. Stadträtin Daniela Birkenfeld betonte: "Dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten gilt Lob und Anerkennung dafür, den Aufbau eines muttersprachlichen Services angestoßen zu haben. Es liegt traditionell in der Verantwortung des Sozialdezernats, dass den Bürgern Hilfestellung und Auskunft in Fragen zur gesetzlichen Sozialversicherung angeboten wird.

Für die pflichtgemäße Aufgabenerfüllung des Versicherungsamtes ist das Projekt Interkulturelle Hilfestellung in Rentenfragen eine überaus wichtige Ergänzung – eine Ergänzung, die sich nicht zuletzt an den Bedürfnissen und Wünschen der Bürger orientiert." Bei der Beantragung der Rente sind viele Antragsteller mit der Vorlage der notwendigen Unterlagen und erforderlichen Nachweise überfordert. Die Antragstellung bei Personen mit Zuwanderungsgeschichte wird häufig durch Sprachbarrieren auf Seiten der Antragsteller und auch der Rentenberater erschwert.

Zu Beginn des Projekts 2002 war die Unterstützung der Arbeitsmigranten der ersten Generation aus den Anwerbeländern wie Türkei, Spanien, Länder des ehemaligen Jugoslawiens, Griechenland oder Italien im Fokus. Mittlerweile wurde das Sprachangebot erweitert. Insgesamt gibt es 25 Rentenhelfer, die aktuell in folgenden Sprachen Hilfestellung anbieten: Amharisch, Arabisch, Berberisch/Marokkanisch, Chinesisch, Englisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch/Bosnisch, Polnisch, Russisch, Serbisch, Slowakisch, Slowenisch, Sotho, Spanisch, Tigrinya, Tschechisch, Türkisch und Zulu.

Im Versicherungsamt unterstützt ein Mitarbeiterteam das Rentenprojekt und ist Ansprechpartner für die Rentenhelfer. Die Treffen der Rentenhelfer mit den Antragstellern finden im Versicherungsamt statt. Die Rentenhelfer unterstützen und informieren bei der Rentenantragstellung und bei der Vorlage der notwendigen Unterlagen. Sie helfen auch beim Kontakt zu Rentenstellen in anderen Ländern, wenn Versicherungszeiten im Ausland geleistet wurden.

Die Terminvereinbarung für die "Interkulturelle Hilfestellung in Rentenfragen" erfolgt über das Servicetelefon im Versicherungsamt unter der Nummer 060/212-74949.

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60311 Frankfurt am Main

E-Mail: info.versicherungsamt@stadt-frankfurt.de
Telefon: 069-21244077
Fax: 069-21236154
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