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31.08.2012 um 12:00 Uhr

Internationale Begegnungsstätte für Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund

Laut der im Auftrag der Stadt Frankfurt im Jahr 2005 erstellten Studie der INBAS-Sozialforschung liegt der Anteil von Migrantinnen und Migranten unter den Besucherinnen und Besuchern von Altenbegegnungsstätten und Seniorenclubs bei weniger als 20 %. Dies spiegelt nicht die gesellschaftliche Realität in Frankfurt wider. Um dies zu ändern, fördert die Stadt Frankfurt am Main Angebote, die sich besonders an ältere Migrantinnen und Migranten wenden.

Im Stadtteil Höchst ist mit dem interkulturellen Altentreff OASI seit 2001 eine multikulturelle Anlaufstelle und ein internationaler Begegnungsort für ältere Menschen - Eingewanderte und Deutsche - etabliert. Dieser feierte im Jahr 2011 sein 10 jähriges Bestehen. OASI hat sich bei seiner Gründung zum Ziel gesetzt, die Idee eines multikulturellen Seniorinnen- und Seniorentreffs zu verwirklichen und griff dabei den Umstand auf, dass die Angebote der offenen Altenhilfe eher selten von Eingewanderten genutzt wurden.

Bei der Gründung war es daher Ziel, Migrantinnen und Migranten anzusprechen, die sich in den bestehenden Netzwerken (noch) nicht engagieren. OASI wird inzwischen von gerade dieser Zielgruppe genutzt und viele der Migrantinnen und Migranten engagieren sich auch ehrenamtlich im Altentreff. Weitere Seniorentreffs und Angebote der offenen Altenhilfe, die sich an ältere Migrantinnen und Migranten wenden sind in Frankfurt: "Pro Seniore", "Associazione Familiglie Italiane e.V. (AFI)“, Türkisches Volkshaus .e.V. (Halkev), Café "(H)alteplatz", Berami berufliche Integration e.V., Internationale Familienzentrum (IFZ) und Infrau e.V. „Pro Seniore“ ist eine Aktivität des Vereins "Associazione Familiglie Italiane e.V. (AFI). Es handelt sich um einen Seniorinnen- und Senioren-Treff der italienischen Community. Türkisches Volkshaus .e.V. (Halkev) ist ein Seniorentreff und Beratungsangebot. Dazu gehört die Seniorenarbeit im Café "(H)alteplatz", welche offen für alle Migrantinnen und Migranten in der ganzen Stadt ist. Besucht wird der Treff überwiegend von Personen türkischer Herkunft (70-80%).Die Seniorenarbeit beinhaltet Angebote für ältere Menschen ab 50+. Das Seniorenfrühstück im Café Halteplatz findet monatlich statt und bietet die Gelegenheit, sich über ein bestimmtes Thema zu informieren. Es gibt persönliche und telefonische Beratung in allen Fragen, meist Rentenversicherung, Sozialhilfeangelegenheiten, Arbeitsamtsprobleme, Hilfe bei Amtsgängen, Mittagessen, tägliche Treffen verschiedener Gruppen und themenzentrierte Veranstaltungen.

Berami berufliche Integration e.V.: Das Projekt "Einmischen/Mitmischen" bietet Biografie-Kurse unter dem Motto "Von Fremden zu Frankfurterinnen". Ziel ist es unter anderem begleitende Einzelberatung zur Lebenslage älterer Migrantinnen anzubieten. Angesprochen sind alle älteren Migrantinnen. Internationales Familienzentrum (IFZ). Es gibt einen Informationsdienst für ältere Migrantinnen und Migranten zu folgenden Themen: Übergang vom Erwerbsleben in die Rente, Gesundheitliche und psychische Einschränkungen, Wohnungsprobleme im Alter, Information über das Zuwanderungsgesetz, Familiäre Konflikte, Finanzprobleme, Vermittlung ambulanter Dienste, von Alten- bzw. Pflegeheimplätzen, Essen auf Rädern, Hausnotruf, Tagespflege, Betreutes Wohnen, Nachbarschafts- und Selbsthilfeprojekte und Stadtteilinformationen.

Außerdem werden auch Begegnungsmöglichkeiten, bspw. ein Nachmittagstreff für ältere Migranten aus Bosnien, Kroatien und Serbien oder ein Frühstückstreff für türkische Migrantinnen und Migranten angeboten. Seniorinnentreff bei Infrau e.V. (Interkulturelles Beratungs- und Bildungszentrum). Angesprochen sind Frauen im Alter 50+ mit Migrationshintergrund. Genutzt wird der Seniorinnentreff von muslimischen Frauen aus Marokko, Afghanistan oder Pakistan, deren sonstiger Bezugspunkt oft nur die Moschee-Gemeinde ist. Ebenso von Frauen aus Portugal, Spanien und Italien, die sonst nur in den jeweiligen katholischen Gemeinden eingebunden sind.

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