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29.01.2015 um 18:00 Uhr

Migranten als Bildungspartner ernst nehmen!

Neue stadtweite Kooperation von Amka und Staatlichem Schulamt für mehr Elternbeteiligung in der Schule

Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg und der stv. Leiter des Staatlichen Schulamts für die Stadt Frankfurt am Main, Rainer Kilian, haben heute ein neues Programm für interkulturelle Elternarbeit an Frankfurter Schulen vorgestellt.

In den nächsten drei Jahren unterstützen das Amt für multikulturelle Angelegenheiten und das Staatliche Schulamt die beteiligten Schulen darin, neue Projektideen oder organisatorische Veränderungen zu erproben und gemeinsam zu bewerten. Sechzehn Schulen in 14 Stadtteilen erhalten dafür jährliche Projektmittel in Höhe von 2.000 EUR, eine individuelle Begleitung und nehmen an einem gemeinsamen Programm für Fortbildung und Erfahrungsaustausch teil. Die teilnehmenden Schulen erhalten ferner ein Deputat von 2 Stunden für die Elternarbeit im Projekt. Die Erfahrungen werden dokumentiert und ausgewertet mit dem Ziel, sie allen Schulen in einem Praxisleitfaden zur Verfügung zu stellen.

"Eltern wollen das Beste für ihr Kind", so Integrationsdezernentin Dr. Eskandari-Grünberg, "sie haben ein großes Interesse an ihrem Bildungserfolg. Gerade für Migranten ist Schule aber häufig auch ein Raum, der mit Unsicherheiten behaftet ist. Manchmal wissen Eltern nicht, wie sie ihre Kinder wirkungsvoll unterstützen können. In dem neuen Programm wollen wir dem Lehrpersonal praktische Tipps und interkulturelles Know-how an die Hand geben, um die Zusammenarbeit mit Eltern noch genauer auf vielfältige Hintergründe und Erwartungen ausrichten. Rund zwei Drittel der Frankfurter Schulkinder haben einen Migrationshintergrund."

Der stv. Leiter des Staatlichen Schulamts Rainer Kilian: "Gute Kooperation mit den Eltern ist eine wesentliche Gelingensbedingung für positive Bildungsverläufe. Im besonderen Fokus der Schulen müssen dabei Eltern mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen stehen. Für die gute Zusammenarbeit in diesem wichtigen Vorhaben möchte ich mich ausdrücklich bedanken."

Das Programm wurde im Juli 2014 ausgeschrieben. Bedingungen für die Teilnahme sind Beschlüsse der Gesamtkonferenz der Schulen zur Mitwirkung sowie zur Elternbeteiligung als schulischem Entwicklungsziel. 

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