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25.06.2016 um 11:15 Uhr

Migrantenvereine müssen mit ihrer Arbeit sichtbarer werden

Das AmkA schenkt den Vereinen zur Parade individuelle Informationsbanner

Die öffentliche Wahrnehmung von Migrantenselbstorganisationen (MSO) in den Kommunen entspricht nicht der Bedeutung ihrer Rolle. Außerhalb der jeweiligen Community sind Migrantenvereine meist unbekannt. Bei Veranstaltungen werden sie oft stereotyp wahrgenommen als Anbieter exotischer Leckereien oder als unterhaltsame Folkloretruppe mit traditionellem Tanz und Habitus. Diese Wahrnehmung zu verändern, ist das Anliegen des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten sowie der Kulturvereine selbst.

Das AmkA unterstützt Frankfurter Migrantenvereine künftig verstärkt bei ihrer Außendarstellung. Den bei der diesjährigen Parade am „Markt der Kulturen“ teilnehmenden Vereinen stellt das Amt kostenfrei ein individuell gestaltetes Roll-Up (Werbebanner) zur Verfügung, das die Ziele und das Engagement der Vereine mit Bildern und Text beschreibt. Insgesamt versorgt das AmkA rund 40 Migrantenorganisationen vor Ort mit inhaltlich und anschaulich gegliederten Aufstellern, die auch bei künftigen Veranstaltungen eingesetzt werden können.

Die Dezernentin für Integration, StR Dr. Nagess Eskandari-Grünberg über diese Unterstützung der Migrantenvereine:

„Das ehrenamtliche Engagement von Migrantenvereinen in unserer Stadt hat einen hohen Stellenwert. Diese Vereine fördern den menschlichen Zusammenhalt, machen die Stadt lebendiger und verstärken das Verantwortungsgefühl für einander. Auf die ideelle Unterstützung der Migrantenorganisationen ist die städtische Integrationsarbeit angewiesen. Es ist daher nur konsequent, in der Kooperation und bei der Unterstützung der Vereine neue, praktische Wege zu gehen. Die Aktion der kostenfreien Informationsbanner zeigt die Vereine vertieft in inhaltlichen Zusammenhängen und trägt zur Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit von Migrantenvereinen bei. Ich bin überzeugt: Wir verändern damit die Sicht auf die Leistungen und die mittlerweile städtische Tradition der beteiligten Vereine. Wir machen ihre Arbeit sichtbarer.“

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