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05.01.2015 um 10:15 Uhr

Oberbürgermeister Peter Feldmann besucht Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Gallus

In diesem Jahr sind fast 900 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Frankfurt angekommen. Für viele ist Frankfurt nur eine erste Station, weil sie hier von der Polizei aufgegriffen werden oder sich selbst bei den Behörden melden. Im ehemaligen Sozialrathaus Gallus betreibt der Verein Arbeits- und Erziehungshilfe (VAE) als stadtnaher Träger eine Erstaufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

„Mit meinem Besuch möchte ich den jungen Menschen zeigen, dass sie in unserer Stadt willkommen sind. Angesichts der weltweiten Krisenherde ist es unsere humanitäre und demokratische Pflicht zu helfen. Es ist mir wichtig, persönlich hier zu sein und diese jungen Menschen selbst kennen zu lernen“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann nach dem Rundgang am Dienstag, 30. Dezember, durch die Einrichtung. Oft werde nur über die Umwandlung von Büroraum in Wohnraum gesprochen, der VAE habe im Gallus mit der Umnutzung des leerstehenden Sozialrathauses gezeigt, was in kurzer Zeit möglich ist. Dafür bedankte sich Peter Feldmann bei seinem Besuch bei Bernd Hormuth, der innerhalb des Trägers für die Jugendhilfe zuständig ist. „Wir verstehen uns als engen Partner der Stadt und gemeinsam ist es gelungen, dem hohen Bedarf an neuen Plätzen schnell gerecht zu werden“ betont Hormuth angesichts der unverändert hohen Einreisezahlen.

Für die Jugendlichen ist die Einrichtung des VAE nur eine Zwischenetappe für einige Wochen. In dieser Zeit bekommen sie eine ärztliche und bürokratische Erstversorgung. „Es ist wichtig, dass die minderjährigen Flüchtlinge in unserer Gesellschaft eine Perspektive bekommen. Sie müssen spüren, dass sie bei uns willkommen und nicht nur geduldet sind“, betont Peter Feldmann. „Angesichts der vielen Flüchtlinge, die in Frankfurt ankommen, erleben wir eine Welle der Solidarität aus der gesamten Bevölkerung. Die Spenden- und Hilfsbereitschaft der Frankfurter macht mich stolz auf unsere Stadt“, sagt der Oberbürgermeister. Neben Trägern, die sich innovativ und unbürokratisch einbringen, ist das ehrenamtliche Engagement groß. Um die Hilfsbereitschaft zu koordinieren, hat das Sozialdezernat eine zentrale Rufnummer im Jugend- und Sozialamt geschaltet. Unter Telefon 069/212-34398 können sich Interessierte über Spendenmöglichkeiten informieren.

Adresse

Verein Arbeits- und Erziehungshilfe e.V.

Karlsruher Straße 9
60329 Frankfurt am Main

E-Mail: vae@vae-ev.de
Telefon: 069-272160
Fax: 069-27216199
Web: http://www.vae-ev.de

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