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„Ohne Ehrenamt ist unsere Stadtgesellschaft nicht vorstellbar“

Der Verein Kultur für ALLE – Gewinner des städtischen Preises für Flüchtlingshilfe 2018: Vereinsgründer Götz Wörner im Interview mit dem AmkA

Der 2008 gegründete Verein „Kultur für ALLE“ setzt sich für Bürgerinnen und Bürger ein, die an der Armutsgrenze leben und sich kulturelle Teilhabe oftmals nicht leisten können. Der Kulturpass ermöglicht den Inhaberinnen und Inhaber für einen Euro Gebühr den Besuch von derzeit rund 200 Institutionen.

Welche Bedeutung hat die Auszeichnung für Sie und Ihren „Kulturpass“?

Die Auszeichnung durch die Bildungsdezernentin unserer Stadt ehrt uns besonders, denn sie unterstreicht, dass unsere Arbeit nicht nur kulturelle Teilhabe zum Ziel hat: unser Angebot ist ein Mittel kultureller Bildung! Denn es gibt keine Bildung ohne kulturelle Bildung!

Wo liegen die alltäglichen praktischen Herausforderungen Ihrer Arbeit?

Die über 4000 Geflüchteten zu finden, die wir mit einem Kulturpass ausstatten konnten, war eine diffizile Angelegenheit. Es war notwendig, die vielen Organisationen, sozialen Träger und Sozialarbeitenden sowie Betreuenden in Wohngruppen und ehrenamtlich Aktive in unserer Stadt zu treffen – um sie für eine Unterstützung bei der Vermittlung des Kulturpasses zu überzeugen. Das war eine richtige Puzzlearbeit.

Gibt es besondere Erfolge Ihres Engagements, auf die Sie gerne zurückblicken?

Unseren Verein gibt es nun seit 10 Jahren. In dieser Zeit durften wir über 25.000 Menschen mit unserem Kulturpass ausstatten.

Welche Bedeutung hat aus ihrer Sicht ehrenamtliches Engagement für Frankfurt und unsere Stadtgesellschaft?

Ohne ehrenamtliches Engagement ist unsere Stadtgesellschaft nicht vorstellbar. Ich glaube sogar, sie würde gar nicht funktionieren.

Welche Visionen haben Sie für die Zukunft Ihres Vereins?

Der große Erfolg in Frankfurt am Main bestärkt uns, unser Wirkungsgebiet ab 2019 auf ganz Hessen auszuweiten.

Was sagen Sie Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Ehrenamt zu übernehmen?

Man muss nicht religiös sein, um den Satz zu verstehen, den es in allen Weltreligionen gibt: „Wer gibt, dem wird gegeben!“

Artikelinformationen

Stadtteile: Alle
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