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10.07.2014 um 09:15 Uhr

Peter Feldmann verurteilt Neonazi-Schmierereien vor dem Eingang der Bildungsstätte Anne Frank und fordert Aufklärung

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann hat die Neonazi-Schmierereien vor dem Eingang der Bildungsstätte Anne Frank scharf verurteilt: „Es ist nicht hinzunehmen, dass dieser Ort, der in Frankfurt für die Erinnerung an den Schrecken des Nationalsozialismus steht, zur Zielscheibe rechtsextremer Taten wird,“ sagte Feldmann, der dem Beirat des Vereins der Bildungsstätte Anne Frank angehört.

Am Sonntagmorgen hatten Mitarbeiter der Bildungsstätte die Schmierereien an der Wand zum Eingang der Einrichtung an der Hansaallee 150 entdeckt, darunter ein Hakenkreuz und der Schriftzug „Heil Hitler“. 

„Solche rechtsextremen kriminellen Taten stellen eine große Gefahr für unsere offene und plurale Stadtgesellschaft dar. Ich möchte bei dieser Gelegenheit die Mitarbeiter der Bildungsstätte in ihrer wichtigen Arbeit bestärken und meine Solidarität mit ihnen zum Ausdruck bringen“, sagte Feldmann und fährt fort: „Es besorgt mich, wenn ein Sprecher der Polizei die Vorfälle mit üblichen Schmierereien gleichsetzt.“

Diese Tat sei vielmehr als gezielte Aktion gegen eine ganz bestimmte Einrichtung und ihre MMitarbeiter zu werten, die sich in Frankfurt für historisches Lernen und antirassistische Bildungsarbeit einsetzen. Ein Hakenkreuz am Eingang zu dieser Einrichtung sei nicht gleichzusetzen mit einem jugendlich-subkulturellen Graffiti.

„Die zahlreichen Anrufe, E-Mails und Facebook-Kommentare von Frankfurter Bürgern, die ihr Unverständnis über die Äußerungen des Polizeisprechers ausdrückten, bestätigen uns in unserer Arbeit“, sagt der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel. „Besonders freuen wir uns über die klare Haltung des Frankfurter Magistrats in dieser Angelegenheit.“

 

Adresse

Jugendbegegnungsstätte Anne Frank

Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main

E-Mail: info@jbs-anne-frank.de
Telefon: 069-5600020
Fax: 069-56000250
Web: http://www.jbs-anne-frank.de

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