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21.12.2012 um 12:00 Uhr

Programm für stärkere Quartiere

Daniela Birkenfeld verzahnt „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“ mit dem Frankfurter Arbeitsmarktprogramm

In vier Quartieren des „Frankfurter Programms – Aktive Nachbarschaft“ wird das Personal aufgestockt: Jeweils eine halbe Personalstelle mehr als bislang geplant kümmern sich um das aktive Quartiersmanagement.

„Wir wollen in der Atzelbergsiedlung, der Siedlung Taunusblick, in Rödelheim und der Nordweststadt das Quartiersmanagement nutzen, um im Rahmen des Frankfurter Arbeitsmarktprogramms gezielt Projekte für die Bewohner zu entwickeln und ihre Perspektiven am Arbeitsmarkt zu verbessern“, sagt die Sozialdezernentin. „In den Quartieren des ,Frankfurter Programms – Aktive Nachbarschaft‘ ist uns die Verbesserung der sozialen Situation der Bewohner ein zentrales Anliegen“, sagte Birkenfeld. Qualifizierung und Beschäftigungsförderung seien deshalb schon lange ein Aufgabenfeld des Programms gewesen. „Mit der Verzahnung der Maßnahmen des kürzlich ausgeweiteten Arbeitsmarktprogramms und der Einbeziehung der Quartiersmanager wird sich die Wirkung deutlich verbessern“, betont die Stadträtin.

Die Kenntnis der Quartiersmanager und ihr direkter Kontakt zu den Bewohnern könnten dazu beitragen, dass die Maßnahmen genau denjenigen zu Gute kämen, die den höchsten Bedarf haben. Gleichzeitig sollen die Quartiersmanager gemeinsam mit den Trägern der Beschäftigungsförderung Maßnahmen entwickeln, die der Verbesserung der sozialen Infrastruktur in den Quartieren dienen. So fördern Projekte wie der Einsatz von Betreuungshelfern, der Fahrgastbegleitservice oder die Einrichtung eines Familienmarkts den sozialen Zusammenhalt, wirken der Isolation von älteren Bürgern entgegen und verbessern die Angebote für junge Familien. Smart-Märkte stärken die Nahversorgung in den Quartieren, Siedlungshelfer tragen dazu bei, das Wohnumfeld aufzuwerten und die Situation der Mieterinnen und Mieter zu verbessern. „Die Projekte sollen sich an den Bedürfnissen der Quartiere orientieren und so bedarfsgerecht wie möglich auf den Sozialraum zugeschnitten sein“, erklärt Birkenfeld. „Daher greifen wir auf den Erfahrungsschatz der Quartiersmanager zurück.“

Von der Verzahnung der beiden Programme verspricht sich die Dezernentin Synergieeffekte und erwartet eine höhere Effizienz bei der Qualifizierung und Wiedereingliederung von betroffenen Bewohnern in den Arbeitsmarkt. Mit der Arbeiterwohlfahrt, dem Internationalen Bund und dem Diakonischen Werk Frankfurt, die mit dem Quartiersmanagement in Seckbach, Zeilsheim, Rödelheim und der Nordweststadt betraut sind, hat Birkenfeld eine entsprechende Kooperation vereinbart. In diesen Quartieren der Aktiven Nachbarschaft läuft mit Ende des Jahres 2012 die fünfjährige Regelförderphase aus. Mit Beginn der Nachsorgephase wäre üblicherweise das Quartiersmanagement auf eine halbe Stelle reduziert worden. Nachdem die Träger sich bereit erklärt haben, bei der Erweiterung des Auftrags der Quartiersmanager aktiv mitzuwirken, bleibt nun in allen vier Quartieren zunächst für ein Jahr die ganze Planstelle erhalten. Nach Ablauf des Pilotjahrs will die Dezernentin die Erfolge der neuen Kooperationsstruktur auswerten und den Gremien vorlegen. Zudem hat das Sozialdezernat entschieden, auch die Karl-Kirchner-Siedlung in das Projekt einzubeziehen.

In diesem ehemaligen Quartier der Aktiven Nachbarschaft, das von 2000 bis 2004 im Rahmen des Programms gefördert wurde, fand keine Nachsorge statt. Mit dem Auslaufen des damaligen Quartiersmanagements gingen zahlreiche Projekte und Vernetzungsstrukturen wieder verloren, was durch die erneute Einrichtung eines auf eine halbe Stelle reduzierten Quartiersmanagements kompensiert werden soll.

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