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17.07.2014 um 13:30 Uhr

Sexuelle Identität

AmkA setzt sich aktiv für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen und Transgender ein

Jedes Jahr im Juli wird der Frankfurter Christopher Street Day (CSD) gefeiert. Das Event für Lesben und Schwule ist eine Mischung aus Party, politischer Demonstration und buntem Showprogramm. Gefeiert und demonstriert wird für die Rechte dieser Gruppen sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

Das weltweit stattfindende Festival erinnert an das erste bekannt gewordene Aufbegehren der Homosexuellen gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street am 27. Juni 1969. Alle sind zum Mitfeiern eingeladen und jedes Mal nehmen über 100.000 Besucher am CSD teil.

Frankfurt zählt zu den deutschen Städten mit vielen lesbischen Einwohnerinnen und schwulen Einwohnern. Schätzungen gehen von insgesamt 40.000 bis 50.000 Frauen und Männern aus. Schwule, lesbische oder transsexuelle Lebensweisen sind, trotz aller Fortschritte, noch immer nicht gesellschaftlich voll akzeptiert. Zu den Problemen gehören unter anderem Diskriminierung am Arbeitsplatz, in Schule und Ausbildung oder bei der Wohnungssuche sowie Gewalterfahrungen. Noch weit häufiger als um Gewalt und Repression geht es um subtile Mechanismen und viele, für andere vielleicht kaum merkliche Zeichen, Bemerkungen, Kommentare. Über diese Formen von Alltagsrassismus, Alltagshomophobie wird zu wenig gesprochen. Die Stadt Frankfurt bekennt sich als weltoffene Stadt, in der Rassismus, Diskriminierung oder gar Gewalt aufgrund sexueller Identität nicht geduldet werden.

Die neue Koordinierungsstelle im Amt für multikulturelle Angelegenheiten ist institutionelle Verankerung der Arbeit für die Belange von Lesben, Schwulen und Transgender sowie organisatorischer Ausdruck für das gleichberechtigte urbane Miteinander einer diversen Stadtbevölkerung. „Mit der Koordinierungsstelle wollen wir uns aktiv für ein gleichberechtigtes Miteinander der Stadtbevölkerung einsetzen und die im Integrations- und Diversitätskonzept formulierten Ziele voranbringen“, sagt Nargess Eskandari-Grünberg, Dezernentin für Integration. Dabei wird es auch um lesbisch/schwule/transsexuell/transidente oder queere Perspektiven auf Themen wie Armut, Alter, Kultur, Sport, Migration, Bildung, Stadtplanung gehen.

Die bisher nur wenig berücksichtigten Belange von Lesben, Schwulen und Transgender mit Migrationshintergrund stärker in das Bewusstsein zu rücken, wird eine weitere Aufgabe der vorgesehenen Koordinierungsstelle sein. „In manchen Herkunftsländern sind die Themen Homo- oder Transsexualität mit starken Tabus belegt. Lesben, Schwule und Transgender mit Migrationshintergrund erleben in ihren Familien und in ihrem näheren Umfeld daher mitunter besondere Belastungen und sind in der allgemeinen Öffentlichkeit oft von Mehrfachstigmatisierungen und Isolierung betroffen“, so die Integrationsdezernentin.

Mit der Koordinierungsstelle unterstreicht die Stadt Frankfurt insgesamt die Bedeutung der Antidiskriminierungsarbeit. „Für Ausgrenzung aufgrund sexueller Identität gibt es bei uns keinen Platz“, betont Eskandari-Grünberg. „In diesem Zusammenhang begrüße ich auch die Initiative, zum Frankfurter Christopher Street Day einen jährlichen Empfang für die Vertreter der verschiedenen Verbände und Gruppen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender im Kaisersaal des Römers auszurichten und wünsche allen Teilnehmern sowie Gästen bunte und erlebnisreiche Festtage.“

Adresse

Amt für multikulturelle Angelegenheiten

Lange Straße 25-27
60311 Frankfurt am Main

E-Mail: amka@stadt-frankfurt.de
Telefon: 069-212-41515
Fax: 069-212-37946
Web: http://www.amka.de

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