News News date:
05.07.2021 um 12:15 Uhr

Tagung zur LSBTIQ-Geschichte: Eigene Beiträge einreichen

Vorschläge bis 15. Juli 2021 einsenden

In Kooperation mit dem Fachverband Homosexualität und Geschichte (FHG) organisiert die LSBTIQ-Koordinierungsstelle des Amts für multikulturelle Angelegenheiten am Samstag, den 2. Oktober 2021, eine ganztätige Tagung zu LSBTIQ Geschichte. Bereits jetzt rufen die Veranstaltenden Interessierte dazu auf, bis zum 15. Juli eigene Beiträge für die Veranstaltung einzureichen.

Als thematischer Schwerpunkt sind Vorträge zum Thema "Erinnerung und Gedenken" vorgesehen. Geplant sind jeweils 30 Minuten mit anschließender Diskussion. Abhängig von der Coronalage wird die Veranstaltung als Präsenz- oder als reine Online-Veranstaltung stattfinden.

Gedenken hat einen hohen Stellenwert im öffentlichen Diskurs und Handeln. Erst in den letzten Jahrzehnten – in der Regel angeregt und/oder erstritten von lokalen Geschichts-Initiativen –  haben sexuelle und geschlechtliche Identitäten jenseits der Heterosexualität in der Gedenkkultur Platz gefunden.

Gedenk-Projekte im Blick

Für die Vortragsthemen der Jahrestagung können konkrete Gedenkprojekte in den Blick genommen werden: Solche, die umgesetzt wurden, wie z.B. 1994 der "Frankfurter Engel" in Frankfurt/Main und 2008 das "Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen" in Berlin.

Ebenso jene Projekte in Planung – wie das "Mahnmal für die während des Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen" in Wien sowie Vorhaben, um deren Umsetzung gestritten wird, wie die "Gedenkkugel" der Initiative "Autonome feministische Frauen und Lesben aus Deutschland und Österreich" als Gedenkzeichen an lesbische Frauen im KZ Ravensbrück. 

Interessant könnte auch die Einbettung in die allgemeine Erinnerungskultur und ihr Wandel seit 1945 sein. Ebenso könnte die Wechselwirkung zur Identität bei LSBTQ-Menschen und der (organisierten) Community thematisiert oder ein europäischer/internationaler Vergleich präsentiert werden.

Dabei interessieren uns folgende Fragestellungen:

  • Wie werden bereits bestehende Denkmale oder Gedenkorte angenommen? Wie ist ihre Wirkung auf den sie umgebenden (zumeist öffentlichen) Raum? Gibt es Formen der Interaktion? Gibt es Aneignungsprozesse, Bedeutungsverschiebungen, Bedeutungsverengungen oder Bedeutungserweiterungen?
  • Wie sehr zeigen die Gedenkprojekte in die Vergangenheit? Inwiefern beziehen sie Gegenwärtiges ein oder sind sie in die Zukunft ausgerichtet?
  • Gibt es andere Formen des Gedenkens und wie könnte Gedenken in Zukunft aussehen?

Vorschlagsfrist 15. Juli 2021

Die Stadt Frankfurt am Main möchte die Auseinandersetzung mit lokaler Geschichte und Erinnerungskultur fördern und vergibt daher bis zu vier Vortragshonorare an Beiträge zu Frankfurter Themen. Für Rückfragen hierzu kann die Koordinierungsstelle für LSBTIQ Themen per Mail (LSBTIQ@stadt-frankfurt.de) kontaktiert werden.

Themenvorschläge (maximal 1 DIN-A-4-Seite mit zusätzlichen kurzen biographischen Angaben) können bis 15. Juli 2021 an den Fachverband Homosexualität und Geschichte gerichtet werden (fhg@invertito.de). Die ausgewählten Vortragenden werden bis 31. Juli 2021 informiert.

Downloads

Artikelinformationen

Stadtteile: Alle
Zurück