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20.11.2016 um 13:30 Uhr

#TDOR Transfeindlichkeit stoppen!

Transgender Day of Remembrance gedenkt an weltweite Opfer von Transfeindlichkeit

Trans*-Personen sind häufig von Gewalt, Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen. Transfeindliche Übergriffe wie Schubsen, verbale Demütigungen oder Bespucken sind keine Seltenheit. Hinzukommen spezifische rechtliche Diskriminierungen, wie z.B. der Nachweis von Gutachten zur Änderung des Personenstandes und gesundheitliche Bedarfe. Am 20. November, dem jährlich stattfindenden Transgender Day of Remembrance, wird daher weltweit der Opfer von transfeindlicher Gewalt und Hassverbrechen gedacht.

Das Datum erinnert an den Todestag von Rita Hester, einer transsexuellen, afro-amerikanischen Frau, die im November 1998 erstochen aufgefunden wurde. Ihr Mord wurde nie aufgeklärt und steht dennoch symbolisch für transfeindliche Gewalt und Hassverbrechen. Bereits wenige Tage nach Hesters Tod versuchten Vereine und Einzelpersonen durch öffentliche Aktionen auf Gewalt gegen Trans*Personen aufmerksam zu machen. Aus diesen Protesten entstand eine weltweite Bewegung, die auch in Deutschland aktiv ist und durch unterschiedliche Aktionen, wie z.B. #RoteKarte und #TDoR, auf Transfeindlichkeit aufmerksam macht.

 

Wer sind Trans*-Personen?

Trans*-Personen sind Menschen, die nicht bzw. nicht nur in dem Geschlecht leben können, welches ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Darunter fallen u.a. Transgender, Trans-idente und Transsexuelle. Einige Trans*-Personen haben eine klare Vorstellung ihres weiblichen oder männlichen Geschlechts und wählen daher Wege einer körperlichen Veränderung, sowie einer juristischen Anpassung. Andere wiederum stehen dem Zwei-Geschlechter-System kritisch gegenüber und wählen andere Wege der Geschlechtsangleichung als die juristisch vorgesehenen. All diese unterschiedlichen Personen erfahren Ausschlüsse und Gewalt, weil ihre Identität oder ihr Körper nicht in Geschlechternormen passen.

 

Der Dachverband Transgender Europe (TGEU) publiziert in einem Monitoring die Zahl der bekannt gewordenen Morde in 33 Ländern. 2016 werden die Namen von 295 Transsexuellen, Genderqueeren und Transgender auf der bereits lange Liste ergänzt. Die meisten Morde wurden in Brasilien (123), Mexiko (52), den Vereinigten Staaten (23), Kolumbien (14) und Venezuela (14) verzeichnet. In Europa führen Italien (5) und die Türkei (5) die Liste an. Dass diese Fälle der Öffentlichkeit bekannt werden konnten ist vor allem ein Indiz für die Stärke der lokalen Trans*-Communities, die die Namen und Zahl der Toten sichtbar machen. In den meisten Ländern existieren diesbezüglich keine Daten oder Schätzungen. Jährlich werden auf den Gedenkveranstaltungen die Namen derjenigen verlesen, die im vergangenen Jahr durch Transfeindlichkeit ihr Leben verloren.

 

Zur Lebenssituation und Teilhabe von Transsexuellen und Trans*Menschen in Hessen hat der Verein Broken Rainbow e.V. 2016 mit Unterstützung des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten eine Studie durchgeführt. Die Ergebnisse werden an einem Fachtag am 16.12.2016 im Ökohaus (Kasseler Straße 1A, Frankfurt am Main) präsentiert.

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E-Mail: amka@stadt-frankfurt.de
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Fax: 069-212-37946
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