News News date:
28.03.2017 um 11:00 Uhr

#TDOV: Trans*-Geschichte sichtbar machen

Der 31. März ist Trans Visibility Day (TDOV)

An diesem Tag stehen die Sichtbarkeit und Stärkung von Trans*-Personen im Vordergrund. Online passiert das über den Hashtag #TDOV. Durch die weit verbreitete Diskriminierung, rechtliche Ungleichbehandlung und Stigmatisierung bleiben die Geschichten und Errungenschaften von Trans*-Personen oft unsichtbar.

Geschichte kennen lernen

Trans*-Themen werden in manchen Medien als „Mode-Thema" beschrieben. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie vielfältige Persönlichkeiten die Grenze zwischen Männern und Frauen in früheren Jahrhunderten in Frage gestellt haben. Einer dieser Persönlichkeiten ist Toni Simons (1887-1979). Simons war eine relevante Figur der Stuttgarter Homosexuellenbewegung und erstellte 1957 zum eigenen 70. Geburtstag eine Fotocollage, in der er_sie in weiblichen und männlichen Posen sichtbar ist. Mehr Informationen zu Simons Geschichte sind auf der Homepage LSBTTIQ in Baden-Württemberg. Lebenswelten, Repression und Verfolgung im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Deutschland zu finden.

Auch in der schwul-lesbischen Geschichtsschreibung sind Trans*-Perspektiven selten sichtbar. Die Kämpfe um das Stonewall Inn in der Christopher Street (New York City) 1969 sind so ein Beispiel. Heute wird dieser Bürgerrechtskämpfe an Christopher Street Days bzw. Regenbogenparaden gedacht. Nur wenige wissen, dass es Schwarze Dragqueens wie Marsha P. Johnson oder Latinx Transfrauen, wie Silvia Rivera waren, die maßgeblich an den Auseinandersetzungen beteiligt waren.

Diversität sehen und selbst aktiv werden

Die polnische Politikerin Anna Grozka, die US-Amerikanische Filmemacherin Lana Wachowski, der deutsche Leichtathlet Balian Buschbaum. Sie alle sind berühmte Persönlichkeiten, die durch ihr öffentliches Auftreten zeigen, dass trans*-Sein jeweils nur ein Aspekt ihrer Persönlichkeit ist. Trans*-Personen können Eltern und Geschwister sein. Sie können gärtnern oder Chöre leiten, Autos reparieren oder an einer Hochschule lehren. Transgender, Transsexuelle, Trans*, Genderqueere und nicht-binäre Menschen sind genauso divers wie die Frankfurter Stadtgesellschaft.

Der Trans Visibility Day ist genau der richtig Tag um diese und viele andere Perspektiven kennen zu lernen und Trans* sichtbar zu machen. Sie können in persönlichen Gesprächen am Arbeitsplatz, mit Freund_innen oder online über Trans-Themen sprechen. Sie können sich über lokale Vereine informieren oder mit Trans*-Personen darüber beraten, wie Ihr Angebot, Ihre Berufsfeld oder ihre Sportgruppe inklusiver werden könnte.

Adresse

Amt für multikulturelle Angelegenheiten

Lange Straße 25-27
60311 Frankfurt am Main

E-Mail: amka.info@stadt-frankfurt.de
Telefon: 069-212-41515
Fax: 069-212-37946
Web: http://www.amka.de

»weitere Informationen

Artikelinformationen

Stadtteile: 
Sprachangebote: 
Speziell für Neubürger geeignet?: 
Nein
Zurück