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17.12.2013 um 17:45 Uhr

"Vielfalt bereichert unsere Stadt"

Nargess Eskandari-Grünberg zum Internationalen Tag der Migranten

Mit dem Tag der Migranten am Mittwoch, 18. Dezember, erinnert die UN an die Annahme der Internationalen Konvention zum Schutz der Rechte aller Migranten und ihrer Familienangehörigen. Dazu sagt Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg: „Homogene Gesellschaften mögen vielleicht unkompliziert sein, aber sie sind bestimmt weniger spannend. Frankfurt ist eine spannende, lebendige, weltoffene und internationale Metropole, in der Menschen aus über 170 Nationen das Zusammenleben bereichern. Die kulturelle und wirtschaftliche Dynamik unserer Stadt ist ohne Migration und die Menschen, die seit Jahren in unserer Stadt leben und sie mitgestalten, nicht denkbar.

Das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Biographie ist keine Selbstverständlichkeit und funktioniert nicht von allein. Es zu gestalten, ist die Kernaufgabe von Integrationspolitik. Integration ist ein andauernder Prozess. Wir dürfen nicht damit aufhören, uns dafür einzusetzen, dass mehr Migranten in allen Bereichen der Gesellschaft repräsentiert sind, denn das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe ist noch nicht erreicht.

Dieses Ziel können wir nur gemeinsam mit den Vereinen und Initiativen der Migranten erreichen. Diese bilden soziale Netzwerke, die für unsere Stadt unverzichtbar sind. Denn sie kümmern sich um ältere Menschen, um junge Familien, sie betreiben Traditionspflege, sie organisieren Unterricht in vielen Herkunftssprachen oder sie engagieren sich bei der Elternarbeit an den Schulen. Die Würdigung und Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements der Migrantenvereine sowie die Kooperation bei der Umsetzung des Frankfurter Integrations- und Diversitätskonzepts ist daher ein wichtiger Teil unserer Integrationsarbeit.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe, bei der alle städtischen Stellen gefragt sind, wenn es darum geht, auf den gesellschaftlichen Wandel zu reagieren. Gemeinsam etablieren wir Standards, damit die Stadtverwaltung als Arbeitgeber die Vielfalt der städtischen Gesellschaft widerspiegelt, damit unsere Kultureinrichtungen von allen Menschen genutzt werden, oder damit an unseren Kindergärten und Schulen der Bildungserfolg nicht von der Herkunft abhängt - um nur einige wichtige Beispiele zu nennen.

Offene und heterogene Gesellschaften sind spannende Gesellschaften, aber sie sind auch anfällig für radikale Tendenzen. Wir haben in Frankfurt gegenüber Fundamentalisten und Extremisten jeder Art immer eine klare Haltung eingenommen und werden Migranten weiterhin gegen alle Formen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Schutz nehmen. Extremistische Ideologien sind insbesondere für Menschen attraktiv, die das Gefühl haben, in einer Gesellschaft nicht dazuzugehören. Ihnen müssen wir Angebote machen. Chancengleichheit herzustellen, damit alle Menschen, gleich welcher Biografie oder Herkunft, an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben können, ist eine Daueraufgabe und bleibt das Ziel unserer Integrationspolitik.“

Adresse

Dezernat XI - Integration und Bildung

Hasengasse 4
60311 Frankfurt am Main

E-Mail: integrationsdezernat@stadt-frankfurt.de
Telefon: 069-21233112
Fax: 069-21230722
Web: www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de

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