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24.02.2015 um 09:45 Uhr

Vier Frankfurter Organisationen setzen ein Zeichen für Integration

Fußballturnier unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Im Endspiel besiegten die Kids von der Aufnahme- und Übergangseinrichtung in der Speyerer Straße das Team vom Kolpinghaus mit 1:0. Sie gingen als Sieger aus dem 1. Frankfurter Fußballturnier für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge hervor und gewannen einen Satz Trikots. Platz drei errang das Team vom Verein für Kultur und Bildung (KUBI).

Die Sieger strahlten – doch gleichzeitig galt bei diesem Turnier, das am Sonntag, 22. Februar in der Sporthalle der Ernst-Reuter-Schule in der Nordweststadt stattfand, natürlich der Leitspruch „Dabeisein ist alles.“ Die ASB Lehrerkooperative, die Kommunale Ausländervertretung (KAV), die Kreisschiedsrichtervereinigung sowie der Sportkreis Frankfurt hatten sich als Veranstalter zusammengetan. Sie wollten die verbindende Kraft des Sports nutzen und den Jugendlichen die Möglichkeit geben, Kontakte untereinander zu knüpfen, gleichzeitig aber auch ihren Spaß am Sport auszuleben. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hatte der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank übernommen. „Die Stadt Frankfurt ist stolz darauf, wie die Initiativen hier zusammenarbeiten und mit dem Turnier ein Zeichen setzen“, sagte er zur Turniereröffnung. „Das zeigt einmal mehr: Frankfurt ist eine internationale Stadt.“

Die Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ist in den letzten Monaten stark gestiegen, auch in Frankfurt. Die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen der Stadt stehen angesichts dieser Entwicklung vor großen Herausforderungen: Sie versorgen und betreuen die Jugendlichen, bieten Sprachkurse an, bereiten sie auf einen Regelschulbesuch vor und geben erste Orientierung in der Stadt. Neben dieser Grundversorgung haben aber auch kulturelle und sportliche Freizeitangebote einen wichtigen Stellenwert und werden von den Jugendlichen begeistert angenommen. Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises, sieht im Sport einen wichtigen Anknüpfungspunkt zur Integration. „Schon jetzt nehmen viele Flüchtlingskinder an unseren Angeboten teil, zum Beispiel am Mitternachtssport oder der Bolzplatzliga. Auf diese Weise kommen sie in Kontakt mit Gleichaltrigen in den Frankfurter Stadtteilen.“ Mit dem Turnier erhoffe man sich, die Verbindung weiter zu intensivieren. 

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